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Preisgekröntes Theater am Sonntag, 18.01.2009

Im Jahr 2007 erhielt dieses Theaterstück den 1. Preis des in der Theaterbranche stark begehrten Inthega-Preises (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V.).
Der Preis begründete sich u.a. aus den zahlreichen Beifallstürmen und stehenden Ovationen.
Im opulenten Bühnenbild von Karel Spanhak, der sich nicht scheut mit gekonnten Videoeinblendungen zu arbeiten, inszeniert Frank Matthus einen Spannungsbogen, der kein Publikum emotional unberührt lässt.

Stefan Zweigs Novelle als Vorlage für die Bühnenbearbeitung von Helmut Peschina verlangt dem Zuschauer einiges ab. Da geht es ja nicht nur um den „einfachen“ zufälligen Schachwettkampf zwischen dem arrogant auftretenden Schachweltmeister Mirko Czentovic und dem zufällig auf dem Kreuzfahrtschiff auch anwesenden Anwalt Dr. Bertram, sondern es ist von entscheidender Bedeutung der biografische Hintergrund Bertrams, welcher dadurch zu einem „manischen Spieler“ wurde. Er greift in ein sehr einseitiges Duell zwischen Czentovic und dem geltungsbedürftigen Industriellen McConnor ein und gerät bei der angenommenen Revanchepartie selbst in die emotionale Gefahr des psychischen Absturzes.

Gerd Silberbauer zeichnet die Rolle des Dr. Bertram als gebrochene Figur zwischen traumatisierten Erleben und wahnsinnigem Hingerissensein an die Leidenschaft des Schachspiels, die ihren Ursprung doch peinvoller Haft und bedrängter Existenzangst verdankt. Grandios mitzuerleben, wie geistiger und psychischer Halt des Spielers sich auflösen und seine Persönlichkeit Sucht und Haltlosigkeit anheimfällt.
Dieses Psychogramm eines Besessenen zeichnet Silberbauer „brilliant, mitreißend und atemberaubend“ wie es in einer der ausnahmslos begeisterten Rezensionen heißt.

Für dieses Theaterstück „Schachnovelle“ am Sonntag, 18.01.2009 (19:00 Uhr) in der Aula der städtischen Realschule sind nur noch 30 Eintrittskarten (7 Karten in der 1. Preiskategorie für 16 € / ermäßigt 10 € und 23 Karten in der 3. Preiskategorie für 7 € / ermäßigt 5 €) verfügbar. Diese Karten können ab Montag, dem 12.01.2009, 8:00 persönlich, 8:30 Uhr telefonisch, in der Geschäftsstelle des Kulturvereins, Zimmer 4.03 im Rathaus erworben bzw. unter Tel. (02196) 710-402 vorbestellt werden. Für ganz spontane Theaterfreunde öffnet die Abendkasse am Sonntag um 18:15 Uhr (vor der Aula der städtischen Realschule, Rot-Kreuz-Straße 8, 42929 Wermelskirchen), sofern noch Karten verfügbar sind.

Anschließend kann wahrscheinlich wieder in einer entspannten Runde des Kulturstammtisches über das Stück gesprochen werden, welcher ca. 30 Minuten nach der Vorstellung im Hotel „Zur Eich“ stattfindet. Die Rückmeldung der Schauspieler steht noch aus. Eine Anmeldung der Theatergäste ist nicht erforderlich.