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Rekordbeteiligung beim 4. Wermelskirchener Unternehmerpodium

Das 4. Wermelskirchener Unternehmerpodium am 26.02.2009 zum Thema „Finanz- und Wirtschaftskrise - Auswirkungen auf die Unternehmen" war mit fast 130 Personen aus vielen unterschiedlichen Bereichen der örtlichen Unternehmen sehr gut besucht. Dies lag sicherlich zum einen an den aktuellen und für viele Unternehmer wichtigen Themen der Referenten. Zum anderen wird aber auch immer deutlicher, wie wichtig Unternehmensnetzwerke als Plattform für Informationen und Gespräche auch für die heimische Wirtschaft sind. Hierfür bietet die Stadt Wermelskirchen mit den angebotenen Unternehmerpodien eine hervorragende Möglichkeit.
 
Bürgermeister Eric Weik ging bei seinem Vortrag auf den Wirtschaftsstandort Wermelskirchen ein und stellte dar, wie wichtig jeder Betrieb und jeder Arbeitsplatz  für die Entwicklung der Stadt in allen Belangen ist. Er hob hervor, dass es durch gemeinsame Anstrengungen der beteiligten Institutionen wie der Wirtschaftsförderung der Stadt und des Kreises, der Stadtsparkasse, aber insbesondere der heimischen Unternehmen gelungen ist,  in den letzten drei Jahren 600 neue Arbeitsplätze in Wermelskirchen zu schaffen.

Eric Weik: „Um diesen Trend zu festigen ist mein Bestreben, die zu erwartenden Mittel aus dem Konjunkturpaket II möglichst in die heimische Wirtschaft fließen zu lassen."
Eine wichtige Aufgabe besteht für Bürgermeister Weik auch darin, die noch vorhandenen Gewerbe- und Industriebrachen zügig zu entwickeln und für die Neuansiedlung von Unternehmen zu nutzen.
 
Dr. Holger Bahr, Chefvolkswirt der DekaBank, Frankfurt/Main, machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Situation zwar ernst,  jedoch nicht unüberwindbar ist. Er wies insbesondere auf die globalen Verflechtungen des Wirtschafts- und Finanzsystems hin und lehnte jede Art von Protektionismus ab. Dr. Bahr: „Es ist schlimm zu behaupten, die Abwrackprämie diene nur der ausländischen Wirtschaft. Schließlich kaufen die französischen Autobauer die Maschinen dafür auch in Deutschland." 
 
Im Übrigen ist er der Ansicht, dass die derzeitige Depression noch in diesem Jahr beendet sein wird, insbesondere wenn es den Amerikanern gelingt, die US-Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen. „Dann zieht die Weltwirtschaft mit".  Allerdings wird es seiner Meinung nach nicht rasant, sonder eher behutsam nach oben gehen. 
 
Hans-Jörg Schumacher, Sparkassenvorstand bei der hiesigen Stadtsparkasse, ging in seinem Vortrag insbesondere darauf ein, wie wichtig gerade in Krisenzeiten Liquidität für das Unternehmen ist. Ganz wichtig sei die Vertrauensbildung zwischen Unternehmen und Geldinstitut. Deshalb sei eine offene Kommunikation zwischen den beiden Partnern auch bei negativen Entwicklungen außerordentlich wichtig. Er empfahl den Unternehmern, der Sparkasse frühzeitig die unternehmensrelevanten Zahlen zu präsentieren, um eine realistische Einschätzung vornehmen zu können. Schumacher: „Wir wollen nicht in eine Glaskugel schauen, sondern alle Szenarien realistisch entwickeln."
 
Nach den Vorträgen wurde das anschließende „Get together" von den Anwesenden dazu genutzt, sich über die allgemeine wirtschaftliche Situation auszutauschen oder auch konkrete Gespräche „unter Nachbarn" zu führen.

Bilder vom Unternehmerpodium 2009 finden Sie hier>>>