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Arbeitssitzung der Facharbeitsgruppe PCB am 04.10.2011

Am Dienstagabend, dem 04.10. trat die Facharbeitsgruppe PCB zu einer Arbeitssitzung zusammen. Der Grund hierfür lag in der Tatsache, dass die im August (im Zeitraum vom 4. – 26. August 2011) gemessenen PCB-Ergebnisse nun auswertbar vorliegen.
 
Die Facharbeitsgruppe konnte erfreulicherweise feststellen, dass in der überwiegenden Anzahl der insgesamt 23 gemessenen Räume der Grundschule Ost, aber auch in den 56 untersuchten Räume in der Realschule Werte deutlich unter 3.000 ng pro m³ zu messen waren. Selbst die durch den Toxikologen Dr. Kruse empfohlene Höchstgrenze von 1.000 ng pro m³ Raumluft wird bei einer Temperatur von 23 Grad Celsius (Messvorschrift) nur in wenigen Einzelfällen überschritten. Die Fachgruppe wertet dies als Ergebnis der Intensivreinigungen, die durch die Stadtverwaltung in Auftrag gegeben wurden.  
Auf Grundlage der nun vorliegenden Daten und der präzisen Abbildung, in welchem Raum welche konkreten Werte vorliegen, wurde das weitere Vorgehen zur so genannten präventiven Vorsorge besprochen. Dabei wird für die Realschule folgendes vorgesehen: 

 

  1. Problematische Räume werden mit Reinigern (Luftreinigungsgeräten) und Lüftern (dezentrale Lüftungstechnik) ausgestattet. 
  2. Bei Bedarf werden weitere Minderungsmaßnahmen (in der Kleinlösung) erprobt: 
  • Versiegelung von Raumflächen durch dafür geeignete Harze oder Lacke
  • Aufspüren der Emissionsquellen und partielle Entfernung
 
Aufgrund der Tatsache, dass das Gebäude der Realschule eine beschränkte Nutzungsdauer von ca. 7 – 8 Jahren besitzt, werden die Maßnahmen, die zu ergreifen sind, sich an der Gesamtnutzungsdauer ausrichten. Insofern kommen die ermittelten Ergebnisse dem weiteren Vorgehen durch präventive Maßnahmen entgegen.
 
Ziel muss es sein, so stellte die Fachgruppe fest, dauerhaft Werte unter 1.000 ng für die Schüler und Lehrer darzustellen. Alle Maßnahmen, die ergriffen werden, werden in so genannten Musterräumen erprobt und erst nachdem ihre Wirksamkeit bestätigt ist, werden diese auf alle betroffenen Räume angewendet.
 
Im Gegensatz zur Realschule wird nicht davon ausgegangen, dass das Schulgebäude der Grundschule Ost für seine Nutzung dauerhaft in Rede steht. Insofern wird als ein erster Maßnahmeschritt der Toxikologe Dr. Kruse für die Situation in der Grundschule und für die Einschätzung der dort vorliegenden PCB-Werte um eine gesonderte gutachterliche Stellungnahme gebeten.
 
Gemäß den Maßnahmen in der Realschule werden dann übergangsweise zunächst Luftreiniger für die Verbesserung der Raumluft eingesetzt werden. Anders als in der Realschule hat die Grundschule allerdings die klare Ausrichtung, einer baulichen Sanierung zugeführt zu werden. Insofern werden in einem zweiten Schritt ebenfalls Musterräume etabliert, um in denen unterschiedliche bauliche Sanierungen zu erproben und deren Ergebnisse darzustellen. Alle positiven Ergebnisse aus den Musterräumen werden dann auf ein bauliches Gesamtsanierungskonzept der Grundschule übertragen.
 
Die Fachgruppe PCB verständigt sich darauf, dass Mitte November konkrete Vorstellungen besprochen werden, welche sonstigen weiteren Minderungsmaßnahmen konkret Anwendung finden werden. Das sofortige Handeln durch Einsetzen von Luftreinigern wird begrüßt und die Stadtverwaltung wird beauftragt, unterschiedliche Luftreinigungsmodelle kurzfristig in die so genannten Problemräume zu verbringen.