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Delegation aus Escaz˙ zu Besuch

In der Zeit vom 18.11. bis 24.11.2011 war eine Delegation aus Escazú (Costa Rica) zu Besuch in Wermelskirchen.
Herr Bürgermeister Arnoldo Barahona, Herr David Umaña, Frau Michelle Arias, Herr Dr. Günther Wehenpohl (GIZ) und Frau Verena Arauz (GIZ) hatten ein sehr straffes Programm. Sie besuchten unter anderem die Klimaschutzsiedlung Hürth, die Deponie Leppe - metabolon, den Bergischen Abfallwirtschaftsverband, das Institut Wuppertal, den Weltladen Wermelskirchen, die Dhünntalsperre, die Kläranlage Kohlfurth, das Entsorgungszentrum Bürrig sowie das Bayer Kommunikationszentrum.
 
Außerdem standen zahlreiche Gespräche, Vorträge und der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Wermelskirchen auf dem Programm. Abgerundet wurde der Besuch am 24.11.2011 mit einer Pressekonferenz, wo die gemeinsam entwickelten Ergebnisse des Besuchs vorgestellt wurden.

Erste Ergebnisse des Besuchs in Wermelskirchen

Direktvertrieb von „Tico-Produkten" in Wermelskirchen
Wir versuchen dafür zu sorgen, dass ab dem kommenden Jahr Produkte aus Escazú und der Region im Weltladen von Wermelskirchen gekauft werden.
Zum Start handelt es sich vor allem um aus Recyclingmaterial hergestellten Schmuck (von Reciclarte).
 
Begegnungen von Menschen
Die Kommunalverwaltungen von Escazú und Wermelskirchen wollen ab sofort die Möglichkeit vermitteln, dass Interessierte in der jeweils anderen Stadt Anlaufstellen finden. Beispiele: Schüleraustausch zur Sprachenerlernung, Vermittlung von Praktika in verschiedensten Einrichtungen, Berufsaustauschprogramme, etc.
Ziel ist auch, die Unternehmer aus der Region Wermelskirchen und der Region Escazú miteinander zu vernetzen.
 
CO2 Reduktion
In diesem Bereich ist Escazú der eindeutig stärkere Partner und Vorreiter. Escazú hat das Ziel, bis 2021 CO2-neutral zu werden. Wermelskirchen setzt sich das Ziel, an der Seite dieses starken Partners seinen eigenen CO2-Ausstoß um mindestens 20% zu reduzieren im gleichen Zeitraum. Damit tragen beide Städte in erheblichem Maß zu den nationalen Klimazielen bei und übernehmen Vorreiterrollen. Dazu gehört auch, dass über die Auswirkungen des Klimawandels ein konkretes Bild für die beiden Städte erstellt wird. Hierfür ist geplant, zwei Klimamodelle für die Städte gemeinsam zu entwickeln, um daraus konkrete Umsetzungsmaßnahmen abzuleiten. In Escazú liegt der Arbeitsschwerpunkt in den Bereichen „Verkehr", „Abfallwirtschaft" und „Umgang mit Altspeiseölreste", während in Wermelskirchen der Arbeitsschwerpunkt im Bereich „Gebäudetechnik" zu finden ist. Ein ausdrückliches Ziel der Partnerschaft ist die Einbeziehung auch der ortsansässigen und regionalen Privatwirtschaft.
Umweltbildung für Schüler
Die Stadt Wermelskirchen hat sehr gute Erfahrungen in der Umweltbildung mit der so genannten „Klimakiste" im Bereich der Schulen gemacht. Wir streben an, diese Art der Umweltbildung auch den Schülern in Escazú zugänglich zu machen. Die Gäste aus Escazú nehmen direkt eine Klimakiste mit nach Costa Rica.
 
Austausch von Mitarbeitern
Zur Intensivierung der Zusammenarbeit und des Know-How-Transfers in unserer Entwicklungspartnerschaft soll auch Mitarbeitern betroffener Fachbereiche die Möglichkeit eröffnet werden, in der Partnerstadt mitzuarbeiten und zu lernen. Um es konkret zu machen wird der Chef der kommunalen Dienstleistungen (Recycling, Grünabfälle, Mülltrennung, Friedhöfe...) von Escazú noch in diesem Winter, nach Wermelskirchen kommen um bei uns mitzuarbeiten und seine Erfahrungen einzubringen.
 
Unterstützung der Entwicklungspartnerschaft
Die Vereinbarung beider Städte werden durch die Projekte der Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung Deutschland in Costa Rica über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie in Deutschland über die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt unterstützt.