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Holzrücken mit Pferdestärken im Stadtwald

03.02.2012 9.30 Uhr Ortstermin am Parkplatz Waldfriedhof, Eickerberg Holzrücken mit Pferdestärken im Stadtforst

Üblicherweise wird das von den Forstarbeitern eingeschlagene Holz mit speziellen Forstschleppern vom Einschlagsort an den nächsten Lkw-befahrenen Waldweg transportiert. Von dort wird das Holz dann per LKW in Sägewerke verbracht. Diese Spezial-Forstmaschinen verfügen über bis zu 200 Pferdestärken, wiegen bis zu 15 Tonnen und sind bis zu 2,40 Meter breit. Die Tagesleistung dieser High-Tech-Machinen ist sehr hoch und reduziert dadurch die Holzerntekosten.
 
Der Wirtschaftlichkeit der Maschinisierung im Forst stehen aber in machen Fällen ökologische Bedenken gegenüber. Der Maschineneinsatz in besonders empfindlichen Waldbiotopen birgt die Gefahr Schäden an der Bodenstruktur und der Waldflora zu verursachen. Eine Alternative bietet hier der Einsatz von 1 - 2 Pferdestärken, das heißt Holzrücken mit Pferden.
 
Beim Einsatz von Rückepferden wird erheblich weniger Arbeitsraum benötigt, die Bodenverdichtung und Beschädigungen an den Bäumen sind in der Regel geringer als beim Maschineneinsatz. Die Stadt Wermelskirchen wird im Winter 2012 ca. 150 Festmeter Schwachholz per Rückepferd vorliefern lassen. Es handelt sich hierbei um junge Laubholzbestände die erstmalig durchforstet werden.
 
Der Einsatz einer Rückemaschine wäre kostengünstiger, würde aber das Anlegen von breiteren Rückeschneisen erfordern und so die Bestandesstabilität gefährden.