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Gutachten zur Untersuchung der Fassade des Bürgerzentrums liegt vor

Das an den Sachverständigen für Natursteine Prof. Siegesmund beauftragte Gutachten über die Festigkeit des Marmors an der Fassade des Bürgerzentrums liegt vor. Im Rahmen des Gutachtens wurden unter anderem Langzeitversuche des in Wermelskirchen verwendeten Marmors durchgeführt.
 
Insbesondere wurde den Fragen, wann die Grenzwerte der Festigkeitsverluste erreicht werden und ab wann die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist, nachgegangen. Das  Gutachten stellt fest, dass die in den nächsten Jahren zu erwartenden fortschreitenden Festigkeitsverluste der Marmorplatten geringer sind als bisher angenommen. Bisher waren die Sachverständigen in einem 2007 erstellten Gutachten noch von deutlich höheren Festigkeitsverlusten ausgegangen. Die von Prof. Siegesmund ermittelten Laborergebnisse wurden im zweiten Teil des Gutachtens vom Darmstädter Büro für Tragwerksplanung Prof. Pfeifer rechnerisch ausgewertet.
 
Unter Berücksichtigung aller geologischen Befunde empfiehlt der Tragwerksplaner  die Platten, die mehr als 10 mm verbogen sind, auszutauschen. Darüber hinaus sollen alle Platten ausgetauscht werden, die statisch relevante Risse aufweisen. Das 2007 erstellte Gutachten sah noch  vor, alle  Platten, die 2 mm oder stärker verbogen sind, zu entfernen. Aufgrund der neuen Erkenntnisse erwartet die Stadtverwaltung eine Reduzierung des Schadensumfangs.
 
Wie viele Platten auszutauschen sind, muss jetzt durch eine Begehung der Fassaden ermittelt werden. Hierbei werden alle Platten erfasst und dokumentiert. Noch in diesem Monat treffen sich der Statiker und der Sachverständige in Wermelskirchen, um mit der Untersuchung der Fassade zu beginnen. Im Herbst, so das Ziel, soll das Ergebnis dann abschließend feststehen. Dann liegen alle Grundlagen vor, um entscheiden zu können, wie die Sanierung umgesetzt werden kann.