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Radverkehr im Stadtgebiet Wermelskirchen

Seit einigen Jahren rückt der Radverkehr mehr und mehr ins Interesse der Öffentlichkeit. Neben der Alltagsnutzung, wie zum Beispiel dem Erreichen der Arbeitsstelle oder Schule, gewinnt auch die touristische Attraktivität von Radwegen an Bedeutung.
 
Als Reaktion auf diese Entwicklung hat das Land NRW in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und der Stadt Wermelskirchen im Jahr 2004  bestehende Alltagsrouten gemäß dem Wegweisesystem NRW im Stadtgebiet Wermelskirchen gekennzeichnet.
 
Zeitgleich wurde im Rahmen der Regionale2010 (Förderprogramm für die Region Köln-Bonn) das Projekt „RadRegionRheinland" ins Leben gerufen. Als Projektteilnehmer erarbeitet die Stadt Wermelskirchen in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergischen-Kreis seit 2007 ein aufwendiges Knotenpunktsystem nach Benelux-Vorbild. Hierauf basierend wurden 110 Schilderstandorte sowie 11 Knotenpunktstandorte (Orientierungspunkte) festgelegt. Die Ausschreibung dieser Beschilderung erfolgt zentral über die Stadt Köln. Die Montage der Schilder und Knotenpunkte soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Dem Radfahrer soll durch diese Beschilderungen größtmögliche Flexibilität, Orientierung und Sicherheit geboten werden. Gleichzeitig wird eine gesamtstrukturelle Verbesserung des bestehenden Radverkehrsnetzes NRW erreicht. 
 
Eine bereits im Jahr 2004 beschilderte Alltagsroute mit den Zielen Dhünn und Bergisch Born verläuft über die Kölner Straße (ehemals Teil der B51). Die entsprechende rot-weiße Beschilderung wurde im Zuge des Innenstadtausbaus der Bereiche Telegrafenstraße, Kölner Straße und Markt demontiert. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurden die Wegweiser an der Kölner Straße gestern, dem 06.06.2013, wieder angebracht. Somit ist die Kölner Straße als Teilabschnitt der oben genannten Alltagsroute wieder für den Radverkehr ausgewiesen.
 
Zwischenzeitlich hat der Rat der Stadt Wermelskirchen in seiner Sitzung vom 13.05.2013 beschlossen, die Radverkehrsführung in der Telegrafenstraße zu ändern. Die Regelung, den Radverkehr entgegen der Einbahnstraße zuzulassen, aufgehoben wird.
 
Die Stadtverwaltung wird am 07.06.2013 die verkehrstechnischen Anlagen des gegenläufigen Radverkehrs (Haltverbot linksseitig sowie Radwegzusatzbeschilderung) zurück bauen, gleiches gilt für die Fahrbahnmarkierung. Im Vorfeld wurden bereits Kurzzeitparkplätze in der Telegrafenstraße eingerichtet.
 
Die vorläufige Alternativroute „Kölner Straße-Markt-Berliner Straße" in Richtung Osten gilt ab dem 07.06.2013. In diesem Abschnitt wird die Ausschilderung des Panorama-Radweges „Balkantrasse" jedoch bis auf die Entscheidungsfindung im Fachausschuss oder Rat noch nicht vollzogen. Über eine nutzerorientierte Routenführung diskutiert der Fachausschuss der Stadt Wermelskirchen in seiner Sitzung am 17.06.2013. Beispielsweise könnte hier dem Hinweis der Kreispolizei Rechnung getragen werden, die Bedenken hinsichtlich der Familienfreundlichkeit der Kölner Straße äußerte.
 
Die Verwaltung wird die vorhandene „Rechts vor Links" Regelung zurück nehmen. Sie beabsichtigt damit die Vorfahrtsregelung auf der Kölner Straße für den Radfahrer zu verbessern.