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Klimaschutzteilkonzepte der Stadt Wermelskirchen

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Die Stadt Wermelskirchen hat folgende Klimaschutzteilkonzepte erstellen lassen, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert wurden:

Baustein 1: Klimaschutzmanagement für Liegenschaften

Die Aufgabenstellung des Bausteins 1 beinhaltet neben der Erstellung von Gebäudesteckbriefen das Zusammenstellen und Sammeln aller relevanten Gebäudedaten zum Thema Energie der Stadt Wermelskirchen. Hierzu zählen im Wesentlichen Daten der Gebäude wie Baujahr und Flächen aber auch Energieverbrauchszahlen und Energiekosten. Zusätzlich wird für jede Liegenschaft ein Benchmark im Bereich Wärme, Strom und Wasser sowie eine Abschätzung des möglichen Potentials im Bereich Energie durchgeführt. Alle Daten werden in einem Steckbrief zusammengestellt. Die Datenblätter enthalten die wichtigsten gebäudespezifischen Kenndaten (z.B. Flächen und Energieverbrauch). Die zusammengestellten Daten werden für die spätere Fortsetzung der Datenpflege in einer Datenbank archiviert. Zudem wird ein Organisations- und Controllingkonzept erstellt.

Baustein 2: Gebäudebewertung für Liegenschaften

Die Aufgabenstellung gemäß Baustein 2 beinhaltet im Wesentlichen die Bewertung der Gebäude hinsichtlich möglicher Energieeinsparmaßnahmen. Die Bewertung der Gebäude erfolgte auf Basis von Ortsbegehungen und zur Verfügung gestellten Bestandsunterlagen. Ein weiterer Untersuchungspunkt ist der Einsatz von Erneuerbaren Energie sowie der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung. Hierzu wird im Rahmen der Untersuchung für alle Liegenschaften der sinnvolle Einsatz überprüft.
 
Die Ermittlung der Energieeinsparungen erfolgt nach vereinfachten Energiebedarfsberechnungen. Die Untersuchung schließt mit einer Priorisierung und Handlungsempfehlung von Maßnahmen für die Umsetzung ab.

Baustein 3: Konzept zur integrierten Wärmenutzung

In Baustein 3 wird für die Gebäude der Stadt Wermelskirchen untersucht, bei welchen städtischen Liegenschaften eine intergierte Wärmenutzung von mehreren Gebäude unter Einbeziehung von Erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplung oder Nutzung von Abwärme aus Industriebereichen sinnvoll ist. Die Untersuchung bezieht sich auf die intergierte Wärmenutzung der städtischen Liegenschaften. Eine Ausweitung des Wärmenetzes auf die Nachbarbebauung ist möglich. Hierzu wird eine Empfehlung zum möglichen Umfang des späteren Wärmenetzes gegeben.

Zeitraum:

Die Firma Deerns Deutschland GmbH, Niederlassung Köln, hat bis zum 31.03.2014 die oben genannten Klimaschutzteilkonzepte für die Stadt Wermelskirchen erarbeitet. Die Ergebnisse wurden am 13.03.2014 im Ausschuss für Umwelt und Bauen öffentlich vorgestellt.
 
Dieser 156-seitige Bericht ist die Grundlage der Stadt Wermelskirchen, die Gebäude in den nächsten Jahren nach der ermittelten Priorität energetisch und baulich zu sanieren. Das Gebäudemanagement der Stadt Wermelskirchen wird diese Maßnahmen dann in den kommenden Jahren in den städtischen Haushalt einbringen und auch öffentlich über die erzielten energetischen Einsparungen berichten. Für die Umsetzung der zahlreichen Maßnahmen wird (unter Berücksichtigung der finanziellen und personellen Mittel) ein Zeitraum von 5 - 10 Jahren erwartet.
 
Die Gesamtkosten der Klimaschutzteilkonzepte betragen 117.000 Euro. Davon erhält die Stadt Wermelskirchen 82.000 Euro als Zuschuss des Bundes, so dass sie einen Eigenanteil von 35.000 tragen muss.

Inhalte:

Was hat die Stadt Wermelskirchen konkret von den Klimaschutzteilkonzepten?
 
Nachfolgend ist beispielhaft aufgeführt, welche Ergebnisse diese Untersuchung von 91 städtischen Gebäuden erbracht hat:

  • Energieverbräuche
  • CO²-Emissionen
  • Minderungspotentiale (Wärme, Strom, Wasser)
  • Organisationskonzept für ein Klimaschutzmanagement
  • Controllingkonzept
  • Energetische Gebäudebewertung
  • Prioritätenfestlegung für die energetische Sanierung städtischer Gebäude
  • Potentialanalyse und Maßnahmenkatalog für integrierte Wärmenutzung
  • Liegenschaftssteckbriefe für jedes untersuchte Gebäude

 

 
Dateiname Dateigröße Dateityp
Auflistung der Stromverbraucher 166 KB
Diagramm Heizenergieverbrauch 169 KB