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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. / OV Wermelskirchen

Grabkreuz

Bürgermeister Rainer Bleek hat jetzt den ehrenamtlichen Vorsitz des Ortsverbandes Wermelskirchen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. übernommen. „Ich möchte, dass der seit fast 100 Jahren bestehende Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auch wieder in Wermelskirchen unterstützt wird. Der gemeinnützige Verein unterhält und pflegt deutsche Kriegsgräber in 45 europäischen Ländern und in Nordafrika. Sie sollen die Erinnerung an die Kriegstoten in den nachwachsenden Generationen aufrechterhalten und zu Frieden, Versöhnung und Völkerverständigung aufrufen.“
 
Auch Grablagen von Kriegstoten aus unserer Stadt sind vom Verein dokumentiert: Mit dem Geburtsort Wermelskirchen  sind 374, mit Geburtsort Dabringhausen 52 und mit Geburtsort Dhünn 16 Kriegsgrablagen verzeichnet. „Ich halte es auch aus diesem Grund für eine Pflicht, dem Volksbund in seiner Arbeit zu helfen“, betonte der Bürgermeister.
 
Zur Unterstützung wird der Ortsverband einmal jährlich im November eine Haus-, Straßen- und Friedhofssammlung durchführen. „Ich hoffe bei der Sammlung auf die Unterstützung einiger Schulklassen“ sagte Bleek. Unterstützt wird er bei der Aufgabe von Ratsmitglied Wolfgang Eisenreich. „Es ist unser Ziel, die seit einigen Jahren brachliegende Arbeit des Vereins wieder zu beleben. Weitere Unterstützung ist dazu jederzeit willkommen.“

Zum Hintergrund:
Der 1919 ins Leben gerufene Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. erhält 2,7 Millionen Kriegsgräber auf 832 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern Europas und in Nordafrika. Er erhält die Kriegsgräber
 

  • zur Erinnerung an die Kriegstoten,
  • als Mahnung für die Lebenden,
  • als friedenspädagogische Lernorte für nachwachsende Generationen und
  • als Aufforderung zu Frieden, Versöhnung und Völkerverständigung

 

Seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurden die Gebeine von über 850.000 Kriegstoten in Ost-, Mittel- und Südosteuropa lokalisiert, exhumiert, zu großen Teilen identifiziert und auf Dutzenden großen Sammelfriedhöfen des Volksbunds eingebettet – über 500.000 davon in Russland, der Ukraine und Weißrussland. Noch heute werden die Gebeine von jährlich bis zu 30.000 Kriegstoten aufgefunden, geborgen und auf Sammelfriedhöfen beigesetzt.
 
Er unterstützt auch dabei, das Kriegsgrab von Familienangehörigen in Erfahrung zu bringen. Die Chancen dazu sind siebzig Jahre nach Kriegsende so groß wie nie zuvor. Die Kriegsgrablagen der deutschen Kriegstoten sind über Internet im Grabnachforschungssystem „Gräbersuche online“ des Volksbundes verzeichnet.
 
Seit vielen Jahren betreibt der Volksbund eine intensive Schul-, Jugend- und Bildungsarbeit. In jährlich ca. 60 Workcamps in West- und Osteuropa und fünf stationären Jugendbegegnungsstätten in Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden fördert er die internationale Begegnung und die historisch-politische Bildung junger Menschen.
 
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. finanziert seine Arbeit durch die Beiträge seiner Mitglieder, Erbschaften von Nachlassgebern und Spenden aus der Bevölkerung.
 
Die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. kann unterstützt werden über das Spendenkonto DE23 5204 0021 0322 2999 00
 
bei der Commerzbank Kassel (BIC COBADEFF520).
 
Weitere Infos unter www.volksbund.de oder Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Neumarkt 12-14, 50667 Köln, Tel. 0221/25 77 169.