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Trassenpflegearbeiten im Bereich der 110kV Hochspannungsfreileitung, Ortsteil Wermelskirchen Pohlhausen

Energie

Zum sicheren Betrieb der regionalen Stromversorgung – hier im konkreten Falle der Region Wermelskirchen -  sind Trassenpflegemaßnahmen im Bereich der 110-kV Hochspannungsfreileitung, welche durch den Wald angrenzend am Ortsteil Wermelskirchen - Pohlhausen verläuft, erforderlich. Bei den gemeinsamen Begehungen im Herbst 2016 sowie im Frühjahr 2017, an der ein Vertreter der Stadt Wermelskirchen, ein Vertreter der Forstverwaltung, private Grundstückseigentümer, ein Vertreter der baubegleitenden SPIE SAG GmbH, sowie der Koordinator ökologisches Trassenmanagement der Westnetz GmbH teilnahmen, wurden die erforderlichen Maßnahmen abgestimmt.

In der Woche ab dem 27.11.2017 wird das Nadelholz, überwiegend im Bereich der städtischen Fläche, sowie einige Birken und Buchen auch aus einem Privatbestand, entnommen. Das anfallende Holz wird im Bereich des Sendemastes gelagert. Während der Arbeiten kann es zu kurzzeitigen Beeinträchtigungen auf den Wegen kommen. Auch ist eine zeitweise Sperrung der Wege während der Fällung angrenzender Bäume und deren Rückung  zum Schutz von Erholungssuchenden erforderlich. Für Behinderungen im Baustellenbereich wird um Verständnis gebeten. Vor  Beginn der Arbeiten erfolgt nochmals eine artenschutzrechtliche Prüfung.

In einem zweiten Abschnitt (Privatgärten in Richtung Kreisstraße) erfolgen weitere Arbeiten. Diese sind ab Januar 2018, ebenfalls nach gemeinsamer Abstimmung mit den betroffenen Privateigentümern, sowie der Stadt Wermelskirchen und der Forstverwaltung, geplant. Hierbei sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten. Hier werden einige Bäume entnommen, sowie weitere Bäume zu Biotopbäumen (Höhlenentwicklung für Höhlenbrüter und Fledermäuse) entwickelt. Ein Teil des Stammholzes wird zu einem Bienenhotel aufgeschichtet.

Das anfallende Kronenmaterial wird zum Teil im Randbereich zu Benjeshecken aufgeschichtet und bietet somit weiteren Lebensraum für Tierarten, welche entsprechende Unterschlupfmöglichkeiten benötigen.

Im Rahmen des ökologischen Trassenmanagements wurden die erforderlichen Maßnahmen auf das unbedingt Notwendige begrenzt. Ziel der geplanten Maßnahmen ist es, neben der Sicherstellung der regionalen Stromversorgung auch langfristig einen stabilen und artenreichen Waldrand, unter Berücksichtigung der Belange der jeweiligen Eigentümer zu entwickeln.

Die Westnetz GmbH ist als Netzbetreiber auf Grundlage des Energiewirtschaftsgesetzes verpflichtet, zu jeder Zeit die Sicherheit und die Zuverlässigkeit der Energieversorgung in ihrem Netzgebiet zu gewährleisten. Im Rahmen dieser Verpflichtung obliegt es dem Netzbetreiber unter anderem, für einen technisch einwandfreien Zustand des Netzes Sorge zu tragen.

Dies bedeutet auch, dafür zu sorgen, dass keine Gehölze die erforderlichen Sicherheitsabstände zu den Bauteilen der Hochspannungsfreileitungen unterschreiten, bzw. diese durch Umbruch in die Freileitung hineinfallen. Ein Umbruch von seitlich der Leitung stehenden Bäumen führt zu erheblichen Beschädigungen der Leiterseile bis hin zum Riss eines oder mehrerer Seile. Dieses führt wiederum zu starken Torsionskräften auf die angrenzenden Hochspannungsmasten, die dadurch nachhaltig beschädigt werden können. Des Weiteren wird sich um ein auf den Boden liegendes Leiterseil, bzw. um den Stammfuß  eines im Leiterseil liegenden Baumes, ein Spannungstrichter bilden. Personen, die sich  in diesem Bereich aufhalten, können durch die abgegriffene Schrittspannung im schlimmsten Falle lebensgefährliche Verletzungen erleiden. Ebenso wird ein solcher Zwischenfall für erhebliche Störungen im Bereich der regionalen Stromversorgung führen.

Westnetz

Die Westnetz GmbH mit Sitz in Dortmund betreibt die Stromleitungen im Westen Deutschlands, so auch die 110KV- Hochspannungsfreileitungen im Bereich Wermelskirchen – insgesamt 185.000 Kilometer Stromleitungen. Westnetz ist eine 100-prozentige Tochter des Energieunternehmens “Innogy“ und „Innogy“ ist ein Tochterunternehmen des Energiekonzerns RWE.