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Entwicklung des Loches-Platzes / Diskussionen zum Kaufpreis

Loches-Platz

Zu den öffentlichen Diskussionen um den Verkauf des Loches-Platzes nimmt die Stadt Wermelskirchen Stellung, um kursierende Halbwahrheiten aufzuklären.

Bürgermeister Rainer Bleek erklärt hierzu: „Die  von Herrn Rehse angezettelte Diskussion ist interessengeleitetes Polit-Theater, das der in diesem komplexen Verfahren sehr umsichtig handelnden Stadtverwaltung schadet. Die politischen Mehrheiten haben sich damals aus guten Gründen gegen die Interessen eines einzelnen Investors und für eine Besten-Auslese aus mehreren Entwürfen entschieden. Es wäre schön, wenn Herr Rehse das endlich akzeptieren könnte und nicht weiter augenscheinlich das Scheitern des Verfahrens anstrebt, denn das hieße Stillstand für den Loches-Platz für die nächsten fünf bis acht Jahre“.

In der Diskussion geht es um die Frage, ob der für den geplanten Verkauf vorgesehene Kaufpreis dem Verkehrswert des Grundstücks entspricht. Dies ist nach Überzeugung der Verwaltung der Fall.

Insoweit ist Folgendes klarzustellen: Es gab eine erste Wertermittlung im Jahre 2015. Diese stammt vom Gutachterausschuss des Rheinisch-Bergischen Kreises. Die Wertermittlung sollte bei einem Direktverkauf als Kaufpreisbasis dienen. Zu diesem Zeitpunkt war nämlich offen, ob das Grundstück an einen Investor direkt veräußert wird, und zwar ohne Wettbewerb um den Kaufpreis und die beste Planungsalternative, oder ob der Verkauf im Rahmen eines Wettbewerbs mit mehreren Interessenten erfolgen soll. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr hat sich für den Wettbewerb entschieden, um eine Besten-Auslese zu ermöglichen.

In dem eingeleiteten Wettbewerbs-Verfahren hat die Verwaltung zunächst einen deutlich über der Wertermittlung aus 2015 gelegenen Kaufpreis zugrunde gelegt. Ziel war, neben den gestalterischen und funktionalen Anforderungen an die Entwürfe auch einen größtmöglichen finanziellen Ertrag zu generieren. Alle Teilnehmer des Wettbewerbs haben sodann ihre Kaufpreisvorstellungen offengelegt und zu den Kaufpreisvorstellungen der Stadt mitgeteilt, diese seien überhöht und sie würden zu diesen Bedingungen aus dem Wettbewerbsverfahren ausscheiden.

Da unverändert ein Interesse an einer Fortentwicklung des Loches-Platzes bestand, hat die Verwaltung den Gutachterausschuss des Rheinisch-Bergischen Kreises gebeten, unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung eine neue Wertermittlung zu erstellen. Diese Wertermittlung orientiert sich an den in dem Wettbewerbsverfahren bestehenden Möglichkeiten und Einschränkungen. Diese bestanden insbesondere aus den Vorgaben des Bebauungsplanes, der Nutzung von Teilen des Grundstücks für die Kirmes und den Wochenmarkt sowie den für den Einzelhandel auf dem Grundstück vorgesehenen Flächen.

Die nunmehr erstellte Wertermittlung kam zu einem geringeren Verkehrswert. In dem Wettbewerbsverfahren wurde dieser Wert nur als Mindestkaufpreis festgelegt. Die Bewerber hatten die Möglichkeiten, einen höheren Kaufpreis anzubieten, was bei der Wertung der Angebote berücksichtigt wurde. Das Auswahlverfahren hat gezeigt, dass kein Bewerber bereit war, einen höheren Preis anzubieten. Somit ist auch über den Wettbewerb nachgewiesen, dass es sich um den Verkehrswert handeln muss.

Die Verwaltung wird nunmehr alles Erforderliche veranlassen, um den Kaufvertrag zeitnah abzuschließen und das Projekt Loches-Platz umzusetzen.