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Herkulesstaude - Verbrennungen möglich!

Gelsenkirchen (straßen.nrw)
In diesen Tagen blüht sie wieder, die Pflanze, die hierzulande als Riesenbärenklau oder Herkulesstaude (lateinisch: heracleum mantegazzianum) bekannt ist. Sie gehört zu den so genannten Neophyten, den Einwandereren unter den Pflanzen. Deshalb ist sie vermehrt auch an Verkehrswegen zu finden, wo sie sich rasch verbreitet. Dagegen wäre nichts zu sagen, machte sie nicht erhebliche Probleme.
 
Mit ihren bis zu vier Metern Höhe muss die Pflanze oft genug aus Gründen der Verkehrssicherheit zurück geschnitten werden, weil sie an Straßen die Sichtbeziehungen behindert. Das Zurückschneiden aber ist das eigentliche Problem, denn der Riesenbärenklau bildet in seinem Saft photosensibilisierende Substanzen (Furanocumarine), die unter dem Einfluss von Sonnenlicht phototoxisch wirken. Kommen Menschen damit in Berührung, können sich bei den Betroffenen schmerzhafte Quaddeln (Photodermatitis) und schwere Verbrennungserscheinungen bilden. Etliche der 2.100 Straßenwärter von Straßen.NRW haben in den letzen Jahren unschöne und schmerzhafte Erfahrungen mit der Pflanze gemacht. Wenn Mähmaschinen die Herkulesstaude erfassen und schreddern, kann der Saft der Pflanze bei Personen in der Nähe zu Verletzungen führen. Auch spielende Kinder, die sich für die Pflanze wegen ihrer Größe interessieren, sind gefährdet.
 
Deshalb wird die Herkulesstaude inzwischen mit Chemie und unter Vollschutz bekämpft. Aufwändig, aber notwendig, denn eine Blüte der Staude bildet bis zu 50.000 Samen. Vollschutz bedeutet, dass geschlossene Kleidung, spezielle Schutzhandschuhe und Schutzbrillen getragen werden müssen.
 
Wenn es zu einer Berührung mit dem giftigen Pflanzensaft gekommen ist, soll als Erstmaßnahme versucht werden, den Pflanzensaft sofort gründlich abzuwaschen und anschließend die Haut vor Lichteinfall zu schützen.
 
Landesbetrieb Straßenbau NRW, Zentrale Kommunikation
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