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Beurkundung von Sterbefällen

Allgemeines

Der Tod eines Menschen muss dem Standesamt, in dessen Bezirk der Sterbefall eingetreten ist, angezeigt werden. Auf den Wohnsitz oder den gewöhnlichen Aufenthalt des Verstorbenen kommt es dabei nicht an. Dem Territorialitätsprinzip folgend umfasst die Anzeigepflicht alle Sterbefälle, und zwar ohne Rücksicht auf die Staatsangehörigkeit des Verstorbenen. Das Standesamt Wermelskirchen ist somit für die Beurkundung von sämtlichen Sterbefällen in der Stadt Wermelskirchen zuständig.

In der Regel wird sich das von den Angehörigen beauftragte Beerdigungsinstitut um die Abwicklung der Formalitäten kümmern.

Für die Prüfung, ob tatsächlich ein Sterbefall eingetreten ist, muss dem Standesamt eine Todesbescheinigung (Totenschein) vorgelegt werden, die ein Arzt aufgrund landesrechtlicher Bestimmungen über die amtliche Leichenschau ausstellt.
Findet über den Tod einer Person eine amtliche Ermittlung statt, kann der Sterbefall erst nach der schriftlichen Anzeige der zuständigen Behörde (Polizei) beurkundet werden. Eine solche amtliche Ermittlung findet immer dann statt, wenn Anhaltspunkte für einen nichtnatürlichen Tod (Unglücksfall, Mord, Selbstmord) vorliegen.

Anzeige durch Einrichtungen und Behörden

Sterbefälle in öffentlichen und privaten Krankenanstalten sowie in Alten- und Pflegeheimen sind vom Träger der Einrichtung schriftlich anzuzeigen. Andere Wohnformen, wie z.B. betreutes Wohnen, gehören nicht zu diesem Bereich.

Anzeige durch Personen

Bei einem Sterbefall außerhalb der vorstehend genannten Einrichtungen sind zur mündlichen Anzeige verpflichtet:
 
1. jede Person, die mit dem Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat,
2. die Person, in deren Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat,
3. jede andere Person, die bei dem Tod zugegen war oder von dem Sterbefall aus eigenem Wissen unterrichtet ist.
 
Für die mündliche Anzeige muss der Anzeigende persönlich im Standesamt erscheinen. Eine fernmündliche Erledigung ist nicht möglich.
Ein mit der Anzeige beauftragtes Bestattungsunternehmen kann, wenn es bei der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer registriert ist, die Anzeige auch schriftlich erstatten.
 

Anzeigefrist

Der Sterbefall eines Menschen muss spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag angezeigt werden. Der Samstag zählt in diesem Zusammenhang nicht als Werktag. Fällt das Fristende auf einen Sonn- oder Feiertag, verlängert sich die Anzeigefrist auf den folgenden Werktag.
Beispiel:  Ein Sterbefall, der an einem Mittwoch eingetreten ist, muss spätestens am folgenden Montag (falls kein Feiertag) angezeigt werden.

Kosten

Die Beurkundung eines Sterbefalles ist gebührenfrei; ebenso die Ausstellung der Sterbeurkunden für die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung und die Bestattungsbescheinigung. Ansonsten wird für die Ausstellung der ersten Sterbeurkunde eine Gebühr von 10 € und für jede weitere, wenn sie im gleichen Arbeitsgang hergestellt wird, eine Gebühr von 5 € erhoben.

Notwendige Unterlagen

  • Todesbescheinigung
  • Nachweis über den letzten Wohnsitz (z.B. Personalausweis; falls nicht vorhanden oder ungültig: einfache Melderegisterauskunft)
  • Schriftliche bzw. mündliche Anzeige
 
Abhängig vom Familienstand und der Staatsangehörigkeit des Verstorbenen sind zusätzliche Unterlagen einzureichen. Die Bestattungsinstitute sind darüber informiert, welche Unterlagen im Einzelfall für die Beurkundung des Sterbefalles vorzulegen sind. Falls Sie kein Bestattungsinstitut beauftragen und selbst den Sterbefall anzeigen wollen, erhalten Sie Auskünfte -auch zu den benötigten Unterlagen- bei den unten aufgeführten Bediensteten.

Grundsätzlich gilt Folgendes:  Alle Urkunden usw. müssen als Originale vorgelegt werden.  Ausländischen Urkunden (Ausnahme internationale Urkunden) ist eine von einem öffentlich beeidigten oder anerkannten Übersetzer angefertigte  Übersetzung im Original beizufügen. Eine endgültige Beurteilung kann erst nach Vorlage der Dokumente erfolgen. Im Einzelfall kann auch die Vorlage weiterer Unterlagen erforderlich sein.

Zuständige Mitarbeiter/innen:  

Frau K. Witt
Sachbearbeiterin
Telefon: 02196 / 710-340
Telefax: 02196 / 710-7340
E-Mail: K.Witt@wermelskirchen.de

Weitere Informationen zu dieser Mitarbeiterin
 
Frau A. Tillmanns
Sachbearbeiterin
Telefon: 02196 / 710-341
Telefax: 02196 / 710-7 341
E-Mail: A.Tillmanns@wermelskirchen.de

Weitere Informationen zu dieser Mitarbeiterin
 

Frau M. Schneider
Sachbearbeiterin
Telefon: 02196 / 710-341
Telefax: 02196 / 710-7 341
E-Mail: M.Schneider@wermelskirchen.de

Weitere Informationen zu dieser Mitarbeiterin