Maßnahmen gegen den Lärm

 

Ziel des Lärmaktionsplanes (LAP) ist es, die Einwohnerinnen und Einwohner vor hohen Lärmbelastungen zu schützen und eine Zunahme des Lärms zu vermeiden.
 
Der Lärmaktionsplan definiert sogenannte HotSpots und prioritäre Maßnahmenbereiche zur Lärmaktionsplanung, in denen viele Menschen von hohen Lärmbelastungen betroffen sind. In einer ersten Stufe werden dabei Lärmbelastungen berücksichtigt, die als gesundheitlich schädigend gelten. In den hiervon betroffenen Bereichen besteht vordinglicher Handlungsbedarf zur Lärmminderung.
 
Die wichtigsten Strategien zur Lärmminderung sind:
 

  • Lärm vermeiden, z.B. durch Förderung der leisen Verkehrsarten
  • Lärm verlagern, z.B. durch Lenkung von Verkehr in Bereiche ohne Wohnnutzung
  • Lärm verringern, z.B. durch langsamen und stetigen Verkehr sowie leise Fahrbahnbeläge
  • vor Lärm schützen, z.B. mit Schallschutzwänden oder Schallschutzfenstern

 
Darauf aufbauend wird für die Maßnahmenbereiche untersucht, welche Lärmminderungsmaßnahmen geeignet sind.
 
Eine Umsetzung von Lärmminderungsmaßnahmen liegt dann allerdings nur in geringem Maße in der Zuständigkeit der Stadt Wermelskirchen. Die kartierten Straßen (A 1, B 51 und auch L 101, L 157) liegen alle in der Baulast des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Wermelskirchen hat dort keinen direkten Zugriff auf die Umsetzungsinstrumente. Der Lärmaktionsplan selbst bildet keine eigene Rechtsgrundlage für die Umsetzung der Maßnahmen.
 
Aus Sicht des Lärmschutzes wären deshalb bessere Ermächtigungsgrundlagen für lärmmindernde Maßnahmen im Straßenverkehr sinnvoll, die aber derzeit nicht gegeben sind.

Ruhige Gebiete

Ziel der Umgebungslärmrichtlinie ist es auch, ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms zu schützen. Feste Kriterien für ruhige Gebiete gibt es bisher nicht. Vor allem geht es um Flächen, die der Erholung dienen. Diese sollen als Rückzugsmöglichkeit vom Alltagslärm genutzt werden können.