Infos zu den Baumaßnahmen an der L101

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Zur Sanierungsmaßnahme an der L101 haben Bürgerinnen und Bürger auch auf den Social Media Kanälen der Stadt Fragen gestellt, die Projektleiter Christoph Perau vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen beantwortet hat:

Ampel an der Einmündung K18/B51
"Die Schaltung wurde bereits angepasst. Nach hiesigen Beobachtungen ist die Lichtsignalanlage an der benannten Kreuzung nun gut eingestellt. Zudem sind bei uns seitdem keine weiteren Hinweise bezüglich der Ampelschaltung eingegangen. Wir würden den Verkehrszustand in dem Kreuzungsbereich nun vorerst gerne weiter beobachten, bevor weitere Eingriffe in die Ampelschaltung durchgeführt werden."

Beschilderung von Odenthal aus
"Es ist korrekt, dass es in Altenberg keine Hinweisschilder gibt. Dies ist bewusst so, da man sich dort noch sieben Kilometer vor Beginn der Umleitungsbeschilderung befindet. Die vorhandene Beschilderung wurde auf den Hinweis aus der Stadt nochmals geprüft. Die notwendige Beschilderung wurde gemäß verkehrsrechtlicher Anordnung bereits aufgestellt, bzw. die zu kreuzenden Schilder wurden bereits entsprechend temporär durchgestrichen. Die gesamte Umleitungsbeschilderung ist aus hiesiger Sicht schlüssig."

Einseitige Verkehrsführung mit Ampelschaltung
"Aus baulichen Gründen und organisatorischen Abläufen auf der Baustelle ist eine derartige Lösung leider nicht möglich. Bzgl. der Verkehrsführung verweise ich zudem auf die vorab getätigten Abstimmungsgespräche, bei denen u.a. die zuständige Verkehrsbehörde einbezogen wurde."


Der Landesbetrieb Straßen.NRW Regionalniederlassung Rhein-Berg hat am Montag, 4. Juli, mit der grundhaften Sanierung der L101 zwischen Wermelskirchen-Stumpf und Dreibäumen begonnen. Sämtliche Arbeiten können nur unter Vollsperrung durchgeführt werden. Die jeweilige Umleitung ist ausgeschildert und führt über verschiedene Straßen, unter anderem die B51 und die K18. Die Bauabschnitte sind jeweils in kleinere Abschnitte unterteilt, sodass die Zufahrt zu den Wohnorten der betroffenen Anliegerinnen und Anliegern immer aus einer Fahrtrichtung der L 101 erhalten bleibt.

Fragen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner beantworten während der Bauphase:

Robert Irnstetter vom Landesbetrieb Straßenbau.NRW, Baubüro Wermelskirchen, vorzugsweise per Mail an  Robert.Irnstetter@strassen.nrw.de oder telefonisch unter 02196 / 886-214

und Stephan Bode von der Baufirma Eurovia unter Telefon 02241 / 480555. 

Der Busverkehr in den betroffenen Bereichen wird von der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) von Dabringhausen über Hilgen nach Wermelskirchen umgeleitet. Die einzige Ausnahme ist Finkenholl, weil dieser Bereich wegen der örtlichen Begebenheiten während der Baumaßnahmen nicht angefahren werden kann, so Gregor Mauel, Niederlassungsleiter der RVK. In Finkenholl und in Hoffnung hat die Stadt aber Mitfahrbänke aufstellen lassen, damit betroffene Anwohnerinnen und Anwohner von Nachbarinnen und Nachbarn mit in die Innenstadt genommen werden können.

Der Start der Baumaßnahme wurde bewusst zu Beginn der Sommerferien gelegt, um die Verkehrseinschränkungen, besonders auch für den Schulverkehr, so gering wie möglich zu halten. Für die Schülerinnen und Schüler werden mit Beginn der Schule aber Sonderbusse der RVK eingesetzt, um den Weg zur Schule und zurück zu ermöglichen.

Die Baumaßnahme auf dem rund 5,5 Kilometer langen Abschnitt der L101 ist in drei Abschnitte unterteilt: Als erstes wird der Abschnitt zwischen Stumpf und Sonne saniert, was voraussichtlich zehn Wochen dauern wird. Aktuell ist die Stadt Wermelskirchen aber in Gesprächen mit Straßen.NRW, ob die Bauphase verkürzt werden kann. Geplant ist, dass die Bauphase acht Wochen dauern soll.

Anschließend beginnen die etwa zwölf Wochen andauernden Sanierungsarbeiten der Landesstraße zwischen Sonne und Habenichts. Im Frühjahr 2023 erfolgen abschließend die Sanierungsarbeiten zwischen Habenichts und Dreibäumen. Auch für diese Arbeiten sind etwa zwölf Wochen Bauzeit eingeplant.


Hintergrund:
Die Landesstraße 101 ist dringend sanierungsbedürftig. An diversen Stellen gibt es tiefe Risse im Asphalt. Angesichts der gestiegenen Verkehrsbelastung sowie eines höheren Gewichts heutiger Kraftfahrzeuge ist die Tragfähigkeit der Landesstraße langfristig nicht mehr sichergestellt. Die Landesstraße wird nach den neuesten technischen Standards instandgesetzt, um auf Jahre den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Zu diesem Zweck muss der Landesbetrieb den Asphalt bis in die tieferen Schichten auskoffern und anschließend neu aufbauen. Die geringe Breite der L101, welche zu den Deutschen Alleenstraßen zählt, lässt aus Gründen der Arbeitssicherheit eine Durchführung der Arbeiten unter halbseitiger Sperrung nicht zu.


Unterschied zu den Baumaßnahmen an der L157:
Die beiden Baumaßnahmen sind in Umfang und technischer Beschaffenheit nicht zu vergleichen. Während die Sanierung der L101 in vielen Bereichen den vollständigen Ersatz der bituminösen Befestigung, das heißt Asphalttrag-, Asphaltbinder- und Asphaltdeckschicht, und bereichsweise sogar einen Ersatz des gesamten frostsicheren Aufbaus bis auf eine Tiefe von 70 Zentimetern unter Straßengradiente erfordert, wurden bei der L157 nur kleine Bereiche vier Zentimeter tief abgefräst und wieder mit einer neuen Asphaltdecke belegt.

Für die Maßnahmen an der L101 sind breitere und tiefere Arbeits- und Sicherheitsbereiche erforderlich, die das Arbeiten auf gesamter Straßenbreite erfordern. Zudem würde ein Spur-wechselseitiges Arbeiten technische Nachteile im Bereich Mittelnaht und auch die Gefahr des ungleichen Setzungsverhaltens beider Fahrrichtungen mit sich ziehen, was die Lebensdauer der gesamten Asphaltbefestigung incl. Unterbau negativ beeinflussen würde. Bei Straßensanierungen unter Vollsperrung ist mit kürzeren Bauzeiten zu rechnen, da Lichtsignalanlagen oder Leiteinrichtungen nicht so oft umgesetzt werden müssen.

 

 

 

Die L101 muss teilweise gesperrt werden.
Die L101 muss wegen der Sanierungsarbeiten teilweise komplett gesperrt werden. Foto: Pixabay