Mobilitätsoffensive: E-Bike-Verleihsystem

|   News

Mobilitätsoffensive: Kreisweites E-Bike-Verleihsystem Bergisches e-Bike startet an zehn Standorten mit 81 Rädern
Landrat Stephan Santelmann: Mobilität und Klimaschutz entscheidend für Zukunft Rheinisch-Bergischer Kreis.


Mit großem Bahnhof wurde am Leichlinger Bahnhof jetzt das kreisweite E-Bike-Verleihsystem als erste Komponente der Mobilstationen eröffnet. Dazu kamen unter anderem Landrat Stephan Santelmann, der Landtagsabgeordnete Rainer Deppe, die Bürgermeister Frank Steffes (Leichlingen), Stefan Caplan (Burscheid) und Rainer Bleek (Wermelskirchen) nach Leichlingen. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik waren vor Ort, um das E-Bike-Verleihsystem aus nächster Nähe in  Augenschein zu nehmen.

Mit der Verabschiedung des Integrierten Mobilitätskonzepts im vergangenen Jahr durch denKreistag wurden die Weichen für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung im RheinischBergischen Kreis gestellt. Wichtige Bausteine dieses Konzepts sind  die bereits erfolgreiche Qualitätsoffensive im ÖPNV, Radschnellwege und die Einrichtung von 20 Mobilstationen, die verschiedene Verkehrsmittel und Angebote geschickt miteinander verknüpfen. Als erster Baustein der Mobilstationen startet nun an zehn Standorten im gesamten RheinischBergischen Kreis das E-Bike-Verleihsystem der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) unter dem Namen Bergisches e-Bike, das sukzessive in Betrieb geht.

Attraktives und umweltfreundliches Mobilitätsangebot mit Alleinstellungsmerkmal
Los geht es mit dem E-Bike-Verleihsystem an den Bahnhöfen in Rösrath und Leichlingen. Die Räder können dort ausgeliehen und nach Herzenslust zur eigenen  Mobilität eingesetzt werden. Das Bergische e-Bike hat deutschlandweit sogar ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Nirgendwo sonst in der Republik gibt es ein solches Angebot, das einen ganzen Kreis abdeckt. Daher folgen noch im Monat Juli die  weiteren Standorte in Bergisch Gladbach am S-Bahnhof und am Bensberger U-Bahnhof und Busbahnhof, im Zentrum von Odenthal, in der Mitte von Kürten, am Overather Bahnhof sowie am Busbahnhof in Wermelskirchen. Odenthal-Altenberg und der Raiffeisenplatz in Burscheid werden im August Teil des Netzes. In einer zweiten Runde folgen im nächsten Jahr drei weitere Standorte am Busbahnhof in Burscheid, in LeichlingenWitzhelden und im Zentrum von Rösrath-Hoffnungsthal. „Mobilität  und Klimaschutz sind entscheidende Aspekte für die Zukunft und Entwicklung des Rheinisch-Bergischen Kreises“, macht Landrat Stephan Santelmann die Bedeutung deutlich, „mit dem E-Bike-Verleihsystem und den Mobilstationen  schaffen wir für die Bevölkerung ein hervorragendes sowie umweltfreundliches Mobilitätsangebot. Damit verbessern wir die Attraktivität der Bahnhöfe und Haltestellen durch zusätzliche Verkehrsmittel.“ Von der Regionale 2025 erhielten die Mobilstationen den A-Stempel wodurch die finanziellen Zuwendungen ermöglicht werden. Als Teil des Förderprogramms KommunalerKlimaschutz.NRW werden die Mobilstationen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung  (EFRE) gefördert. Abgerufen werden die Mittel über die Bezirksregierung Köln.

„Wichtiger Baustein im Mobilitätsmix“
Mit dem Mobilitätskonzept verfolgt der Rheinisch-Bergische Kreis verschiedene Ziele: Das innerstädtische Verkehrsaufkommen soll reduziert werden und damit eine Notwendigkeit eines Zweit- oder Drittwagens in manchen Haushalten verringert  werden. Ebenfalls ist schon eine Stärkung des ÖPNV durch eine höhere Taktung auf den einzelnen Linien erfolgt. Und auch die Stärkung von Standorten, an denen verschiedene Mobilitätsangebote zusammenkommen, ist wichtiger Bestandteil des Mobilitätskonzepts. Ein Schlüsselprojekt davon sind die Mobilstationen, die als moderne und attraktive Drehscheiben für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer dienen. Dadurch sollen PKW-Fahrten vermieden werden, indem an zentralen Orten wie Bahnhöfen verschiedene Angebote bereitgestellt werden, um mehr Mobilität zu ermöglichen und CO2-Emmissionen zu verringern. „Klimaschutz muss erfahrbar und für die Menschen umsetzbar sein. Mit der Nutzung der E-Bikes können sich die Bürgerinnen und Bürger selbst ganz konkret für ein besseres Klima engagieren“, sagte der Landtagsabgeordnete Rainer Deppe. Die Mobilstationen sind modular aufgebaut und enthalten je nach Standort Bausteine wie das E-Bike- Verleihsystem, E-Carsharing-Angebote, Park & Ride-Anlagen, Fahrradabstellanlagen und Fahrradboxen. Wenn die Mobilstationen fertiggestellt sind, verfügt der Rheinisch-Bergische Kreis über ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Bislang gibt es in  Nordrhein-Westfalen noch kein flächendeckendes Netz von Mobilstationen, das ändert sich dann im kommenden Jahr. „Für Leichlingen ist die Mobilstation ein ganz wichtiger Baustein in unserem Mobilitätsmix“, macht Bürgermeister Frank Steffes  deutlich, „das E-Bike-Verleihsystem ist ein niederschwelliges Angebot, um dem Umstieg auf das Zweirad einmal auszuprobieren und es dann hoffentlich regelmäßig zu nutzen.“

Schnell zum E-Bike
„Wir starten an den ersten zehn Standorten mit 81 E-Bikes“, erläutert RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach, „um den Menschen weitere Mobilitätsangebote zu bieten und somit den Umweltverbund aus ÖPNV und Radverkehr zu stärken.“ Um das Bergische e-Bike auszuleihen, muss man sich zuvor einmalig beim Betreiber nextbike registrieren. Das kann über mehrere Wege erfolgen: Zum einen ist dies direkt an den Stationen über die dort verbauten TerminalTouchscreens möglich, weiterhin  kann man sich aber auch über die nextbike-App und deren Homepage oder telefonisch registrieren. Bei einer telefonischen Registrierung wird eine Gebühr von 3 Euro fällig, die übrigen Registrierungsmethoden sind kostenlos. Wenn man das Kundenkonto mit einer VRS-Abokarte verknüpft, radelt man deutlich günstiger. Bereits ab einem Euro pro 30 Minuten können die E-Bikes entliehen werden. Für Nicht-VRS-Kunden kostet dies 2 Euro. Die Tageshöchstsätze liegen bei 12  beziehungsweise 18 Euro. Wer das E-Bike in der Zeit zwischen 17 Uhr nachmittags und 8 Uhr des Folgetages entleihen möchte, kann den günstigen Übernachttarif für 2 Euro (VRS-Abonnenten) beziehungsweise 3 Euro nutzen und das E-Bike bis  nach Hause mitnehmen. Daneben gibt es einen monatlich kündbaren Monatstarif (12 beziehungsweise 15 Euro) sowie einen Jahrestarif (48 beziehungsweise 60 Euro), bei dem jeweils die erste halbe Stunde einer jeder Fahrt kostenfrei ist.

Mit dem  Gutscheincode 445344, einzugeben in der nextbike-App, haben alle Nutzerinnen und Nutzer des Systems eine einmalige 30-minütige Freifahrt. Die Ausleihe kann dann mit der verknüpften VRS-Abokarte, am Terminal, über die nextbike-App oder  telefonisch erfolgen. Für Letzteres benötigt man lediglich die Nummer des auszuleihenden Pedelecs. Die geliehenen Räder können nach der Fahrt ganz bequem an einer festen oder virtuellen Station zurückgegeben werden, indem man das Rad in  einen freien Stellplatz der Station schiebt oder das Schloss am Hinterrad nach unten drückt. Eine genaue Bedienungsanleitung ist an jeder Station und an jedem E-Bike vorhanden

Um das System von Beginn an sinnvoll zu ergänzen, wird es zu den zehn festen Stationen weitere 20 virtuelle Stationen geben. Die genauen Standorte der virtuellen Stationen werden in der nextbike-App angezeigt und vor Ort durch ein Schild   signalisiert. Das E-Bike muss also nicht zwingend an einer Mobilstation wieder abgegeben werden. An den folgenden Orten sind virtuelle Stationen vorgesehen: Bergisch Gladbach-Herrenstrunden, Bergisch Gladbach-Refrath, Bergisch Gladbach- Schildgen, Bergisch Gladbach-Technologiepark, Burscheid-Dierath, Burscheid-Rathaus, Kürten-Bechen, Kürten-Biesfeld, Leichlingen-Busbahnhof, Leichlingen-Witzhelden, Odenthal-Blecher, Odenthal-Eikamp, Odenthal-Neschen, Odenthal- Voiswinkel, Overath-Heiligenhaus, Overath-Marialinden, Rösrath-Forsbach, Rösrath-Hoffnungsthal, Wermelskirchen-Dabringhausen und Wermelskirchen-Dhünn.

 

 

 

 

 

 

Foto: Bei der Eröffnung der E-Bike-Verleihstation: Landrat Stephan Santelmann (5.v. l.), Landtagsabgeordneter Rainer Deppe (5.v. r.), die Bürgermeister Stefan Caplan, Rainer Bleek, und Frank Steffes (1., 2. und 3.v. l.), Kreis-Dezernentin Elke Reichert (4.v. r.) RVK-Projektleiter Christian Christ (1. v. r.), Dennis Steinsiek von nextbike (6. v. r.) sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik. Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis/Eva Burger