FAQ - Liste zum Thema Eifgen

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Welchen Bereich im Eifgen will die Stadt veräußern?
Die Häuser Eifgen 8 und 9, das ist das Wohnhaus und das ehemalige Wasserwerk, stehen zum Verkauf. Optional wurde auch das Freibad angeboten.

Warum bietet die Stadt auch das alte Freibad zum Verkauf an?
Der Sanierungsstau in beiden denkmalgeschützten Häusern ist sehr groß, so dass erhebliche Investitionen zum Erhalt notwendig sind. Das macht den Kauf weniger attraktiv, deshalb wurde das Freibad optional zusätzlich angeboten.

Würde auch der Fledermausturm veräußert?
Nein. Der Fledermaus bleibt in jedem Fall an dieser Stelle bestehen.

Würde der Wanderparkplatz mitverkauft?
Nein.

Würden die Wanderwege ebenfalls veräußert?
Nein.

Würde der Grillplatz mitverkauft?
Nein.

Würde das Biotop mitverkauft?
Das ist noch zu entscheiden.

Warum wird über einen Verkauf des Biotops nachgedacht?
Auch ein Biotop muss sorgsam gepflegt werden. Wenn der Investor viel Erfahrung mit der Pflege hat, macht ein Verkauf Sinn. Man kann es auch als verpflichtende Aufgabe festschreiben. In diesem Punkt gibt es mehrere Optionen.

Warum will die Stadt die Gebäude überhaupt veräußern?
Die Gebäude 8 und 9 sowie das dazugehörige Außengelände stehen unter Denkmalschutz. Beide Häuser sind stark sanierungsbedürftig. Würde die Stadt die Sanierung beauftragen, wären nach ersten Schätzungen rund 1,5 bis 2 Millionen Euro notwendig. Dieses Geld ist im städtischen Haushalt nicht vorhanden bzw. das vorhandene Geld wird für die Sanierung von Sporthallen, Kitas etc. dringender benötigt.

Kann man das Gelände nicht komplett verfallen lassen und der Natur übergeben?
Nein. Die zuständige Denkmalbehörde würde auf die Sanierung der Häuser drängen.

Kann das Gelände nicht wieder in ein Freibad umgewandelt werden?
Nein. Die Natur hat sich in den vergangenen Jahren vieles zurückerobert und schützenswerte Arten haben ihren Platz dort gefunden. Es ist ein Biotop entstanden, das es zu schützen gilt.

Wie war das bisherige Verfahren?
Im vergangenen Jahr wurden vom 06.04.2020 bis zum 23.06.2020 die beiden Häuser in öffentlicher Ausschreibung zum Verkauf angeboten. Die Ausschreibung wurde in verschiedenen allgemeinen und Fachpublikationen sowie über Multiplikatoren bekannt gemacht. Es gab Anfragen von zahlreichen Interessenten. Am12.05.2020 fand ein Rückfragenkolloquium statt; zwei Investoren haben schließlich ein Angebot abgegeben. Anschließend wurden verschiedene Auswahlkriterien angelegt, die letztlich dazu geführt haben, dass die Verwaltung der Politik nur noch einen Investor vorgeschlagen hat.

Welche Kriterien wurden bei der Auswahl des Investors berücksichtigt?
Folgende Kriterien wurden besonders berücksichtigt:

  • Schutz des Biotopes gelegt
  • Erfahrungen im Denkmalschutz
  • Kein Nutzungskonflikt mit Haus Eifgen
  • Kein Nutzungskonflikt mit dem Stadion
  • Kein Nutzungskonflikt mit dem Wanderparkplatz
  • Keine großen Anbauten


Warum wurde der zweite Investor abgelehnt?
Es gab einen Vorschlag, der mit den o. g. Kriterien weniger gut vereinbar war

Hat sich die Bowl Church an dem Verfahren beteiligt?
Nein.

Kann die Bowl Church berücksichtigt werden?
Im laufenden Verfahren nicht.

Warum kann die Bowl Church nicht mehr am laufenden Verfahren beteiligt werden?
Ein Investorenauswahlverfahren läuft nach bestimmten Regeln ab, die den Beteiligten Sicherheit, Verlässlichkeit und Klarheit bietet und auf dem Prinzip des gesellschaftlichen Zusammenspiels beruht. Deshalb kann die Bowl Church im laufenden Verfahren nicht mehr berücksichtigt werden.

Wie ist der aktuelle Stand des Investorenauswahlverfahrens?
Im Juni wird über den Verkauf an den Investor entschieden.

Wie wird das Biotop im Freibad geschützt?
Die Nutzung im Umfeld sollte möglichst zurückhaltend und ruhig sein, um das Habitat genügend zu schützen.

Bleibt der Grillplatz am Eifgen für die Öffentlichkeit erhalten?
Ja.

Warum wird kein Museum in den denkmalgeschützten Häusern errichtet?
Museen kosten in der Regel viel Geld in der Einrichtung und Unterhaltung, das nicht über Eintrittsgelder finanziert werden kann. Sie verursachen quasi Dauerkosten, die der städtische Haushalt nicht auffangen kann.

Warum wird keine Seebühne ins Freibad gebaut?
Eine solche Nutzung wäre dem Biotop nicht dienlich, die Genehmigungsfähigkeit ist aus Naturschutzgründen sehr fraglich.

Was passiert mit dem Schmied?
Das wäre eine Verhandlungssache zwischen dem Investor und dem Schmied.

Was passiert mit dem Proberaum der Musikschule?
Wir sind losgelöst von dem Verfahren bereits auf der Suche nach einem Ersatz. Zum einen weil der Proberaum im Eifgen Feuchtigkeitsschäden hat. Zum anderen weil der Schlagzeugunterricht zum Schutz des Biotops woanders stattfinden sollte. Außerdem macht eine größere Nähe zur Musikschule mehr Sinn.

Wie sind die Pläne des Investors? Was genau hat er im Eifgen vor?
Es ist eine Büronutzung geplant.

Wie viele Mitarbeiter würden dort arbeiten?
Das kann im Moment noch nicht genau beziffert werden, weil das stark vom Unternehmen abhängig ist. Kreativfirmen brauchen in der Regel viel Platz für wenige Mitarbeiter, IT-Firmen kommen mit weniger Platz aus.

Würde der Investor eigene Parkplätze bauen?
Ja, das müsste er sogar, entsprechend der Mitarbeiterzahl. Der Wanderparkplatz ist den Wanderern vorbehalten.

Würden die Bäume im Freibad gefällt?
Nein.

Die Zeichnungen enthalten Stege. Geht das überhaupt?
Die Genehmigungsfähigkeit ist aus Naturschutzgründen sehr fraglich.

Könnten in dem Bereich zukünftig weiter Veranstaltungen stattfinden, beispielsweise Klassenfeste?
Grundsätzlich ist das denkbar, aber in eingeschränktem Maße. Das Biotop ist zu schützen, deshalb sollte eine solche Nutzung nur für ausgewiesene Flächen möglich sein. Der Grillplatz ist dafür auch ein guter Ort.

Wäre das Freibadgelände auch noch später für die Öffentlichkeit nutzbar?
Ja, in eingeschränktem Maße ähnlich wie bisher, da das Biotop zu schützen ist.

Es ist ein Café geplant. Warum?
Die Wanderer und Besucher des Geländes sollten die Möglichkeit behalten, das Biotop zu erleben - allerdings auf klar abgegrenzten Flächen.

Gefährdet ein Café nicht Haus Eifgen?
Haus Eifgen verfügt über eine voll eingerichtete Gastronomieküche, für die bisher aber kein Nutzer gefunden werden konnte. Der Investor kann sich eine Kooperation mit Haus Eifgen vorstellen, da er keine Gastronomie einrichten möchte, sondern eher eine Art „moderner Schwimmbad-Kiosk“. Er hat eine Absichtserklärung für eine mögliche Zusammenarbeit an Haus Eifgen abgegeben. Mehr Details stehen aktuell nicht fest.

Wie wird der Investor dafür Sorge tragen, dass der Naturschutz nicht zu kurz kommt?
Der Investor hat zugesagt, eine Biologische Station einzurichten und das Biotop ausreichend schützen zu wollen. Aufgrund seiner bisherigen Bauprojekte hat er genügend Erfahrung im Schutz von Habitaten. Außerdem werden die Naturschutzaspekte im Bebauungsplan berücksichtigt und sie werden Auflagen in der Baugenehmigung, die für die Nutzungsänderung notwendig ist.

Der Investor hat einen Glasanbau geplant. Wie groß ist der?
Der Glasanbau wird nicht größer sein, als die bisherige Betonfläche des alten Freibadgebäudes.

Wäre das Glas nicht für Vögel gefährlich?
Nein, es gibt spezielles Glas.

Müsste es einen neuen Bebauungsplan geben?
Ja.

Wann wären die Planungsänderungen und Gutachten abgeschlossen und die Umbauten erfolgt? Wann würden die ersten Büros genutzt werden können?
Der Zeitablauf würde voraussichtlich wie folgt aussehen: Planverfahren Sommer 2021 - Ende Sommer 2023, anschließend Umbau ca. ein Jahr, Büronutzung ab Mitte 2024

Wenn sich die Politik gegen den Verkauf entscheiden würde, was passiert dann?
Das Verfahren wäre dann beendet. Die Politik müsste in diesem Falle überlegen, ob es ein neues Verfahren gibt.

Kontakt zur Meldung


Bürgermeisterin Marion Lück

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Eifgenbachweg
Quelle: Das Bergische gGmbH