Hilfen für pflegebedürftige Menschen

Bei einer Pflegebedürftigkeit, oder droht eine Pflegebedürftigkeit, besteht der Anspruch auf eine Beratung durch die Pflegekasse. Diese unterstützt bei der Beantragung eines Pflegegrads und weiteren Leistungen der Pflegekasse.

Darüber hinaus berät und informiert die städtische Senioren- und Pflegeberatung.

Das Internetportal "Pflegewegweiser NRW" bietet umfassende Informationen rund um die Pflege. Unter anderem werden die rechtlichen Ansprüche, Organisation und Finanzierung der Pflege in der eigenen Häuslichkeit, Entlastung für pflegende Angehörige und vieles mehr aufgezeigt.

Dort wird auch ganz aktuell auf die Probleme, die durch die Eindämmung der Coronapandemie entstehen, eingegangen:    

https://www.pflegewegweiser-nrw.de/aktuelle-informationen-zu-corona-fuer-pflegende-angehoerige

Die Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit „Pflegeleistungen zum Nachschlagen“ hat die Leistungen der Pflegeversicherung übersichtlich zusammengestellt und veranschaulicht unter welchen Voraussetzungen die verschiedenen Leistungen zu erhalten sind.

Entlastung für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige  können zu ihrer Entlassung auf zahlreiche gesetzlich geregelte Ansprüche zurückgreifen:

  • Pflegeunterstützungsgeld: Wenn nahe Angehörige akkut pflegebedürftig werden, besteht für zehn Tage ein Anspruch für das ausgefallene Gehalt. Während der Eindämmung der Corona-Pandemie bis zum Jahresende 20 Tage
  • Familienpflegezeit: Beschäftigte können bis zu sechs Monate ganz oder teilweise aus dem Beruf aussteigen, um pflegebedürftige nahe Angehörige zu pflegen
  • Zinsloses Darlehen: Der Anspruch besteht für Angehörige während der Pflege- und Familienpflegezeit. Das Darlehen soll einen Teil der Gehaltseinbußen ausgleichen
  • Verhinderungspflege: Der Angehörige kann sich bei der häuslichen Pflege vertreten lassen, etwa für einen Arztbesuch oder für eine Freizeitbeschäftigung. Dafür steht jährlich ein Budget von 1.612 Euro zur Verfügung
  • Kurzzeitpflege: Bei Krankheit des pflegenden Angehörigen oder während seines Urlaubs, kann der Pflegedürftige in einer statiönären Pflegeeinrichtung versorgt werden
  • Entlastungsbetrag: 125 Euro pro Monat können für zusätzliche Hilfen erstattet werden
  • Kostenfreie Schulungen, um den Pflegealltag leichter zu bewältigen
  • Kuranspruch, um die Gesundheit und Pflegefähigkeit zu erhalten
  • Beiträge zur Sozialversicherung: Renten-, Unfall-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung

Die städtische Senioren- und Pflegeberatung berät zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege. 

Unterstützung und Entlastung

Um Krisensituationen zu überstehen oder um Überforderungen zu vermeiden stehen zahlreiche Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige zur Verfügung:

  • Der Austausch in einer Pflegeselbsthilfegruppe kann hilfreich sein. In Wermelskirchen trifft sich der "Gesprächskreis Pflegender Angehörige" regelmäßig im Haus der Begegnung. Ansprechperson: Katharina Sachser, Telefon: 02196/8 96 68

  • Telefonseelsorge
  • Das Krisentelefon und die psychologische Online-Beratung der Stiftung ZQP richtet sich an pflegende Angehörige, um Gewalt in der Pflege wegen Überforderung vorzubeugen. https://www.pflegen-und-leben.de/start.html
  • „Entlastung für die Seele“ Der BAGSO-Ratgeber für pflegende Angehörige beschreibt typische Herausforderungen, die sich aus dem Pflegealltag ergeben können, und zeigt Wege auf, wie ein gesunder Umgang mit den eigenen Kräften gelingen kann. Er ermutigt dazu, rechtzeitig Entlastung und Hilfen von außen in Anspruch zu nehmen und gibt eine Übersicht über konkrete Unterstützungsangebote. Die Publikation wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Psychotherapeuten-Vereinigung erstellt und im Rahmen der Neuauflage vollständig überarbeitet.
  • Pausentaste Ein Online-Angebot speziell für junge pflegende Angehörige. Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe. Ein Angebot für Kinder und Jugendliche, die sich um ihre Familien kümmern.
  • Die Pflege und Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf erfordert viel Energie. Dann ist es gut, wenn die Pflegepersonen von vielen Menschen dabei unterstützt werden. Mit einer sogenannten „Familien- und Helfer*innenkonferenz“ kann ein gut funktionierendes Unterstützungsnetzwerk aufgebaut werden. Die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz erklären in einem Infoblatt was eine Familien- und Helfer*innenkonferenz ist und geben Tipps für die Umsetzung.

Pflegedienste

Mit Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes wird dem Menschen mit einer Pflegebedürftigkeit der Verbleib in der eigenen Wohnung und dem sozialen Umfeld ermöglicht. Ausgebildete Fachkräfte versorgen pflegebedürftige Menschen im Bereich der Pflege, der Hauswirtschaft und der Betreuung.

Die Pflegedienst-Checkliste der Weisse-Liste führt auf, was bei der Auswahl eines Pflegedienstes zu beachten ist.

Die in der Übersicht aufgeführten ortsansässigen Pflegedienste bieten eine große Auswahl an Leistungen im Bereich der Kranken-, Alten- und Familienpflege an:

Ambulante Krankenpflege Volmer

Habichtweg 20

42929 Wermelskirchen

Telefon: 02193/ 50 05 25

E-Mail: info@ambulante-krankenpflege-volmer.de

www.ambulante-krankenpflege-volmer.de

Ambulanter Pflegedienst „carpe diem“

Eich 19

42929 Wermelskirchen

Telefon: 02196/ 8 84 02 95

E-Mail: wk-ambulant@senioren-park.de

www.senioren-park.de

Diakoniestation Wermelskirchen

Telegrafenstraße 26-30

42929 Wermelskirchen

Telefon: 02196/ 7 23 80

E-Mail: info@diakonie-wk.de

www.diakonie-wk.de

Fides 24 Stunden

Eich 38

42929 Wermelskirchen

Telefon: 02196/ 8 85 47 64

mail@fides24h.de

http://www.fides24h.de

Häusliche Krankenpflege „aktiv pflege“ Claudia Müller 

Schillerstr. 43

42929 Wermelskirchen

Telefon: 02196/ 8 82 14 04

E-Mail: info@aktivpflege-rs.de

http://www.aktivpflege-rs.de/1.html

Häusliche Kranken- u. Seniorenpflege Lutermann & Bister

Kölner Straße 16

42929 Wermelskirchen

Telefon: 02196/ 15 14

E-Mail: info@gute-Pflege.de

www.gute-pflege.de

Häusliche Krankenpflege Straßburger GmbH

Südstraße 45a

42929 Wermelskirchen

Telefon: 02193/ 5 349 50

E-Mail: info@krankenpflege-strassburger.de

www.krankenpflege-strassburger.de

Pflegedienst Bell GmbH

Neuschäferhöhe 16

42929 Wermelskirchen

Telefon: 02196/ 8 84 99 11

E-Mail: Sebastian.bell@pflegedienst-bell.de

www.pflegedienst-bell.de

Starke Pflegedienste

Obere Remscheider Straße 23

42929 Wermelskirchen

Telefon: 02196/ 7 06 85 73

E-Mail: info@starke-pflegedienste.de

www.starke-pflegedienste.de

 

 

Demenzielle Erkrankung

Demenz ist eine der häufigsten Erkrankungen im Alter und da sie noch nicht heilbar ist, aber auf den Verlauf der Erkrankung Einfluss genommen werden kann, ist es wichtig, die Erkrankung so früh als möglich zu erkennen.

Der Umgang mit Angehörigen, die sich demenziell verändern, erfordert viel Verständnis und Geduld. Zahlreiche Beratungsstellen und Internetportale mit hilfreichen Informationen und Unterstützungsangeboten erleichtern den Alltag.