Großes Interesses für ein großes Projekt: Den „Tag des Städtebaus“ nahm die Stadtverwaltung zum Anlass zu einem Info-Spaziergang durch den Hüpp-Park einzuladen. Dort beginnen in diesem Sommer die Arbeiten zur Neugestaltung der Anlage, der eine einzigartige Bedeutung zukommt, weil sie wie ein „grüner Finger“ vom Eifgental bis in die Innenstadt zeigt. Nach der Ausschreibung läuft derzeit die Auftragsvergabe.
Anregungen in Planung eingeflossen: Zur Führung durch den Park begrüße Bürgermeisterin Marion Holthaus rund 50 Interessierte, die sich vom Technischen Beigeordneten Hartwig Schüngel, vom Leiter des Amtes für Stadtentwicklung Florian Leßke und vom Landschaftsarchitekten Johannes Böttger vom beauftragten Planungsbüro „urbanegestalt“ aus erster Hand informieren ließen. Das Fachbüro hat die Neugestaltung des Hüpp-Parks geplant und dabei auch Anregungen aus einer Bürgerinformationsveranstaltung im November 2021 einfließen lassen.
Der Auftaktplatz, für den der Gehweg der Berliner Straße erweitert wird, dient zukünftig als nördlicher Zugang zum neu gestalteten Park und als städtischer Treffpunkt. Der Platz erstreckt sich über eine Ankunfts- sowie eine Brunnenebene, die mit einem Fontänenfeld ausgestattet ist. Auf der offenen Ankunftsebene bieten sich Veranstaltungen an. Hier findet auch ein Trinkbrunnen Platz, auch der Neubau eines Toilettenhauses ist geplant. Die Böschung zur großen Talwiese wird mit Rasenterrassen und steinernen Sitzkanten aus Betonsitzblöcken gestaltet, die einen idealen Aufenthaltsort bieten.
Von dort öffnet sich der Blick auch auf zwei Spielbereiche, die terrassenartig im Hangbereich des Parks angelegt werden und die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.
Die nördliche Terrasse ist als Bewegungsraum für alle Generationen konzipiert. Die barrierearme Erschließung macht eine inklusive Nutzung möglich. In diesem Spielbereich sind verschiedene Spiel- und Ausstattungselemente für verschiedene Altersgruppen bis hin zu Erwachsenen vorgesehen. Dazu gesellt sich ein Abenteuerspielplatz für Kinder im Alter ab drei Jahren, dessen Mittelpunkt ein großes Spiel- und Kletterobjekt wird.
Das nach der Umgestaltung erneuerte Wegesystem ermöglicht einen Rundgang durch den Park. Entlang des Hauptweges wird eine LED-Beleuchtung mit insektenfreundlicher Lichttechnik installiert.
Um den Wermelskirchener Bach im Hüpp-Tal mehr in den Fokus zu rücken, wird er frei- und seinem natürlichen Verlauf entsprechend angelegt. Im Zuge der Renaturierung des Baches und der Neugestaltung werden 23 Einzelbäume sowie über 600 Pflanzen für Baum- / Strauchhecken neu gepflanzt. Auch die Brücken, die über den Wermelskirchener Bach führen, werden erneuert, dazu gibt es vier weitere Fußgängerbrücken.
Zwei bereits vorhandenen Bergahornbäumen kommt im neugestalteten Park eine spezielle Rolle zu: Das bestehende Ehren- und Mahnmal zum Gedenken an Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft wird so umgesetzt, dass die beiden Bäume dieses zukünftig quasi einrahmen.
Die Planung sieht vor, dass die Arbeiten zur Neugestaltung des Hüpp-Parks im Frühling 2026 abgeschlossen sind.
Die Gestaltung des Hüpptals ist eines der wichtigen Projekte des „Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts Wermelskirchen Innenstadt 2030“ (IEHK). Das Projekt kann mit Mitteln der Städtebauförderung umgesetzt werden.
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