Matthias Dietrich verstärkt die Führungs-Crew der Feuerwehr Wermelskirchen

Erstellt von Kathrin Kellermann |

Eine Feuerwehr braucht viele helfende Hände und das gilt besonders für die verantwortungsvollen Führungsaufgaben. Deshalb gibt es jetzt eine gute Nachricht: Die Führungsmannschaft der Feuerwehr Wermelskirchen, einer Freiwilligen Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften, ist wieder komplett. Bürgermeister Bernd Hibst hat Matthias Dietrich zum zweiten stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Wermelskirchen ernannt und ihm die entsprechende Urkunde überreicht. 

Damit wird eine Position besetzt, die nach dem frühen Tod von Thomas Gustav Sachser im Jahr 2016 zehn Jahre lang vakant war. Aufgrund der neuen und vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr wurde nun entschieden, die Position des zweiten stellvertretenden Leiters wieder zu besetzen, „um die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen“, sagt Holger Stubenrauch, Leiter der Feuerwehr Wermelskirchen. 

Mit Matthias Dietrich haben Stubenrauch und sein Stellvertreter Ingo Mueller nun den passenden Feuerwehrmann für das Führungs-Trio gefunden. Denn der 50-Jährige bringt nicht nur die notwendigen Qualifikationen für seine neue Aufgabe mit, sondern vor allem eines: echte Leidenschaft für die Feuerwehr. Schließlich begleitet sie ihn schon seit mehr als drei Jahrzehnten. 

Bereits 1989 trat er in die Jugendfeuerwehr Wuppertal ein. Mit gerade einmal 13 Jahren stand für ihn fest: Er wollte hauptberuflicher Feuerwehrmann werden. Doch das Leben hatte andere Pläne. Matthias Dietrich entschied sich für ein Studium der Sicherheitstechnik und verbindet heute als selbstständiger Brandschutzsachverständiger seine berufliche Tätigkeit mit seiner großen Leidenschaft. Durch zahlreiche Fort- und Weiterbildungen bringt er auch die notwendigen Qualifikationen und Befähigungen für seine neue Aufgabe mit. 

Für die Feuerwehr Wuppertal, der er seit seinem 13. Lebensjahr ununterbrochen angehörte, ist seine Ernennung zum zweiten stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Wermelskirchen allerdings auch ein Verlust. „Dort habe ich meine Führungsfunktionen abgegeben, um ausreichende Kapazitäten für meine neue Aufgabe in Wermelskirchen zu haben“, erzählt Dietrich. Vor 15 Jahren zog er mit seiner Familie – er hat drei Kinder im Alter von 15, 13 und 10 Jahren – nach Wermelskirchen und schloss sich der Freiwilligen Feuerwehr Dhünn an. Dort ist er heute stellvertretender Zugführer vom Löschzug 3. 

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und auf die neue Aufgabe“, sagt Matthias Dietrich. Für ihn ist dieses wichtige Ehrenamt vor allem eines: eine Aufgabe, bei der man sich aufeinander verlassen können muss. Genau darum ging es auch bei der Besetzung der Führungsmannschaft, wie Holger Stubenrauch und Ingo Mueller berichten. Nicht nur die umfangreichen Aufgaben sollen künftig auf mehrere Schultern verteilt werden – noch wichtiger sind die Rufbereitschaften. Sie bedeuten für die Feuerwehrleitung, dass jederzeit ein Einsatz dazwischenkommen kann. 

„Dann ist noch nicht einmal ein gemütlicher Spaziergang selbstverständlich“, sagt der Feuerwehr-Chef. „Deshalb sprechen wir uns ab, dass immer einer von uns sofort zum Einsatz fahren kann.“ Wenn der Pieper ertönt, kann das auch bedeuten, die Familie im Restaurant – noch vor dem Essen – alleine zurückzulassen. Ingo Mueller kennt das aus Erfahrung. Viel Zeit für Abschiedsworte bleibt dann nicht: „Ich habe schon mehrfach meiner Frau einfach das Portemonnaie zugesteckt und bin los“, erzählt er. 

Möglich ist dieses Engagement auch, weil sein Arbeitgeber Ortlinghaus ihn im Alarmfall unmittelbar für den Einsatz freistellt. „Dafür kann man nicht dankbar genug sein“, sagt Bürgermeister Bernd Hibst über das örtliche Unternehmen – und viele andere Arbeitgeber, die auf diese Weise ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeitenden unterstützen. 
Auch für Matthias Dietrich ist die schnelle Einsatzbereitschaft aufgrund seiner Selbstständigkeit gut möglich. „Die Aufgabe lässt sich nur übernehmen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, sagt er. „Für mich passt das gut – und ich freue mich darauf, meinen Beitrag zu leisten.“ 

Bürgermeister Bernd Hibst gratulierte dem neuen stellvertretenden Leiter der Feuerwehr zu seiner Ernennung und dankte ihm für seine Bereitschaft, diese Verantwortung zu übernehmen. „Menschen wie Matthias Dietrich sind für unsere Feuerwehr und damit für die Sicherheit unserer Stadt von unschätzbarem Wert“, sagt Hibst. „Er bringt jahrzehntelange Erfahrung, großes Fachwissen und vor allem viel Leidenschaft für die Feuerwehr mit. Ich freue mich sehr, dass wir die Führungsmannschaft nun wieder verstärken können.“

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Bürgermeister Bernd Hibst überreichte Matthias Dietrich die Ernennungsurkunde zum zweiten stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Wermelskirchen. Fotos: Stadt Wermelskirchen / Kathrin Kellermann
Die Führungscrew der Feuerwehr Wermelskirchen ist wieder komplett: Bürgermeister Bernd Hibst, Holger Stubenrauch, Matthias Dietrich, Ingo Mueller und Alex Groß, der stellvertretender Amtsleiter des Amtes für Brandschutz und Rettungsdienst ist.
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