In seiner Rede beim Festabend hat Bürgermeister Bernd Hibst das Motto des diesjährigen Besuchs des Städtepartnerschaftsvereins Wermelskirchen – Loches in der französischen Partnerstadt gelegt: „Ich danke heute Abend ganz besonders: den beiden engagierten Vereinen, den beiden Gymnasien, die sich immer wieder besuchen, und den Gastfamilien, die ihre Türen öffnen, damit aus Fremden Freunde werden. Sie alle sind Brückenbauer zwischen unseren Städten und zwischen unseren Ländern.“
Freundschaften sind an dem verlängerten Wochenende, das traditionell am Christi Himmelfahrtstag mit der Anreise in die 770 Kilometer entfernte Partnerstadt beginnt, auf jeden Fall geschlossen worden: „Die Fahrt nach Loches war für uns eine besondere Erfahrung, die wir mit vielen schönen Erinnerungen verbinden werden. Wir durften nicht nur eine wunderschöne Stadt kennenlernen, sondern vor allem die herzliche Gastfreundschaft der Menschen erleben“, erzählen Lena und Guido Krüger begeistert, die bei einer Familie auf einem Bauernhof zu Gast in Loches waren. „Die gemeinsame Zeit, die Gespräche und die liebevolle Atmosphäre haben die drei Tage in Loches für uns unvergesslich gemacht. Besonders schön war zu sehen, wie eine Städtepartnerschaft Menschen zusammenbringt, Freundschaften entstehen lässt und den Austausch zwischen den Kulturen stärkt.“
Für die 70 Mitglieder der Delegation aus Wermelskirchen hatte der französische Partnerschaftsverein ein besonderes Programm auf die Beine gestellt: Nach der langen Anreise stand freitags zunächst bei strahlendem Sonnenschein eine Wanderung sowie die Besichtigung des historischen Dorfes Montrésor und der dortigen Burg an, bevor zum feierlichen Festabend im Espace Agnès Sorel geladen wurde.
Den Samstag nutzten Bürgermeister Bernd Hibst, sein Stellvertreter Stefan Leßenich und der Vereinsvorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Wermelskirchen – Loches, Rainer Pauschert, für einen Besuch im Rathaus in Loches bei Bürgermeisterin Valérie Gervès und ihrem Stellvertreter Louis Toulet. Zusammen mit Annick Diaz, Vorsitzende des Städtepartnerschaftskomitees von Loches, wurden viele Ideen entwickelt, die Partnerschaft noch weiter zu intensivieren und vor allem auch noch mehr junge Menschen und die örtlichen Vereine beider Länder enger zusammenzubringen. Ebenfalls gesprochen wurde über die Möglichkeit, die beiden Städte wirtschaftlich enger zu vernetzen. Anschließend folgte ein gemeinsames Mittagsessen für einen privateren Austausch.
Aber nicht nur die beiden Vereine, auch die Gastfamilien in Loches haben ihren Gästen Highlights der Umgebung geboten – wie den Besuch einer Korbflechterei im Dorf Villaines-les-Rochers, das in der Nähe von Schloss Azay-le-Rideau liegt und mit mehr als 50 Korbmachern heute eins der bedeutendsten Zentren für Korbflechterei in Frankreich ist. Begeistert waren die Wermelskirchenerinnen und Wermelskirchener auch vom örtlichen Markt: „Loches ist ein Ort, an dem man sich sofort wohlfühlt und genießen kann – mit ganz viel Atmosphäre und Charme. Der Wochenmarkt ist ein Traum mit seinen Delikatessen und tollen, außergewöhnlichen Spezialitäten“, schwärmten sie.
„Diese persönlichen Kontakte zwischen den Menschen beider Städte waren wohl der wichtigste Punkt unserer Reise“, sind sich Rainer Pauschert und der zweite Vorsitzende, Jean-Pierre Grangeret, einig. „Der Festabend war ein Highlight, weil er nicht so formell war und dadurch viel Zeit für Gespräche und Tanz gelassen hat.“ Ehrenvorsitzender Klaus Flanhardt wird auch nach Jahrzehnten nicht müde, in die Partnerstadt zu reisen: „Es ist für uns auch nach über 40 Jahren immer wieder schön zu erleben, wie herzlich die Beziehung zu unseren französischen Freundinnen und Freunden ist“, sagen er und Ehefrau Renate.
Noch nicht so oft in Loches dabei, aber nicht weniger begeistert zeigte sich Annelies-Marie Bierbaß nach den drei Tagen: „Loches, Montrésor und Tours haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Abgesehen von den wunderschönen Kulissen ist die Gastfreundlichkeit der Menschen das, was den Austausch am schönsten gemacht hat! Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, dieses Jahr dabei zu sein.“ Einhellige Meinung der Mitglieder der Delegation auf der Rückfahrt nach Wermelskirchen: „Die Städtepartnerschaft schafft, was sonst wohl kaum woanders zu finden ist: Einen Austausch zwischen zwei Städten, zwischen Nationalitäten, Sprachwelten, Esskulturen, Generationen… Hier wird ‚Wenn Fremde zu Freunden werden‘ nicht nur gesagt, sondern von ganzem Herzen gelebt.“
Auch Bürgermeister Bernd Hibst und Ehefrau Nicole waren begeistert von der Zeit: „Die Tage in Loches waren geprägt von Herzlichkeit, echter Verbundenheit und vielen besonderen Begegnungen, die uns tief beeindruckt haben. Mit vielen schönen Erinnerungen im Herzen blicken wir auf einen rundum gelungenen Besuch zurück und freuen uns auf den Besuch der Lochois im nächsten Jahr.“
Im kommenden Jahr reist Bürgermeisterin Valérie Gervès mit einer Delegation aus Loches nach Wermelskirchen. Beim Festabend im Bürgerzentrum kann Bürgermeister Bernd Hibst die neuen Freunde aus Frankreich mit ähnlichen Worten empfangen, wie er es in Loches gesagt hat:
„C’est pourquoi je lève maintenant mon verre avec vous tous: À notre amitié. À notre histoire commune. Et surtout: à toutes les histoires qui restent à écrire.“
Übersetzt heißt das: „Deshalb erhebe ich jetzt mit Ihnen allen das Glas: Auf unsere Freundschaft. Auf unsere gemeinsame Geschichte. Und vor allem: auf all die Geschichten, die noch geschrieben werden sollen.“
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