Digital Making Place: Hier lernen junge Menschen digitale Zukunft

Erstellt von Kathrin Kellermann |

Wermelskirchen gilt nicht nur als Stadt mit Herz – sondern ist auch eine Stadt mit Zukunftssinn. Deshalb ist es toll, dass jetzt einer der drei neuen Digital Making Places im Rheinisch-Bergischen Kreis in Wermelskirchen eröffnen konnte! 

„Ehrlich gesagt: Als ich jung war, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass man eines Tages tatsächlich einen Roboter programmieren, einen 3D-Drucker bedienen oder mit einer VR-Brille in eine andere Welt eintauchen kann. Das kannten wir nur staunend aus Science-Fiction-Romanen oder den ersten Star Wars-Filmen“, erzählt Bürgermeister Bernd Hibst bei der Eröffnung lachend. Heute gehört die Technik, die vor 30 Jahren noch Zukunftsmusik war, zum Alltag. Und genau deshalb müssen Kinder und Jugendliche fit gemacht werden, um mit dieser Welt nicht nur zurechtzukommen, sondern sie aktiv mitzugestalten. 

Was ist ein Digital Making Place? 
Hier erwacht die Technik zum Leben. Roboter programmieren, Erklär-Videos oder Podcasts erstellen, 3D-Drucker, Lasercutter, Plotter und Stickmaschine bedienen: All das ist in den drei Digital Making Places, die jetzt in Wermelskirchen, Bergisch Gladbach und Overath ihre Türen geöffnet haben, möglich. Die digitalen Lernorte ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, neue Technologien auszuprobieren und die Lehrkräfte können innovative Unterrichtsansätze entwickeln. Beispielsweise, dass im Biologieunterricht mit VR-Brillen eine „Reise durch den Körper“ möglich wird. 

Der Unterricht mit der technischen Ausstattung findet in Wermelskirchen am städtischen Gymnasium und der Verbundschule Nord statt. „Uns geht es bei unserem neuen Kreisangebot nicht nur um das Verständnis von Technik, sondern um Chancengleichheit, Zukunftsfähigkeit und die Qualität der Bildung insgesamt“, erklärt Landrat Arne von Boetticher und ergänzt: „Digitale Kompetenz ist direkt mit Berufstätigkeit verknüpft – und damit auch ein Thema der Wirtschaftsförderung in unserer Region.“ 

Für Bürgermeister Bernd sind die neuen Lernorte ein Meilenstein, denn: „Hier lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur, mit der neuen Technik umzugehen. Sie bauen, programmieren, gestalten. Und viel wichtiger noch: Sie probieren, scheitern, lernen und gewinnen dadurch sehr viel, weil es nicht nur Theorie, sondern echtes ‚Lernen durch Machen‘ ist. 

Was ist in den Digital Making Places möglich? 
Audio
Podcasts aufnehmen, Hörspiele produzieren, Musik experimentieren – mit Mikrofonen, Mischpulten und MIDI-Instrumenten. 

Visual
Erklärvideos drehen, digitale Collagen gestalten, mit Greenscreen und 360°-Kameras – weil Bilder und Bewegung Geschichten erzählen.

Haptic/Tinker
Mit 3D-Druckern, Lasercuttern und Stickmaschinen echte Dinge bauen – von Modellen bis zu individuellen Objekten. 

Coding/Robotics
Roboter programmieren, Algorithmen entwickeln, Mikrocontroller steuern – weil Logik und Kreativität hier zusammenkommen.

Virtual Reality
Mit VR-Brillen in andere Welten eintauchen – für Berufsorientierung, Fachunterricht oder eigene Inhalte. 


Wer macht mit?
Die Digital Making Places entstanden in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Bildungsnetzwerk des Rheinisch-Kreises: So stellen beispielsweise die Städte Overath und Wermelskirchen sowie die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land kostenlos Räume zur Verfügung, in denen die digitalen Lernorte eingerichtet werden konnten. Die technische Ausstattung wurde im Rahmen des Digital Pakts Schule vom Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellt. Die Standorte der Digital Making Places befinden sich im Overather Schulzentrum Cyriax, im Gymnasium Wermelskirchen, in der Wermelskirchener Verbundschule Nord und im Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land. 

 

 

 

 

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Der Digital Making Place am Gymnasium wurde jetzt von Regine Ortlinghaus (Verbundschule), Landrat Arne von Boetticher, Olivia Püttmann (Leiterin Verbundschule), Bürgermeister Bernd Hibst, Elvira Persian (Leiterin Gymnasium), Stefan Görnert und Sofia Tiemann (Foto von links) eröffnet. Fotos: Stadt Wermelskirchen / Kathrin Kellermann