Ihr Herz schlägt für die Katt. Und vor allem für die Kinder und Jugendlichen, um die sie sich fast täglich kümmern. Siri Muellers und Adriana Efremova gehören jetzt zum Team im Kinder- und Jugendbereich der Kattwinkelschen Fabrik. Sie wissen, was sie an der Arbeit in der städtischen Einrichtung schätzen und machen anderen Mut, es ihnen gleich zu tun.
„Das hohe Maß an Flexibilität, mit der wir hier arbeiten können, ist einfach cool. Wer in der Katt arbeitet, kann sich als Mensch mit all seinen Talenten und Ressourcen sehr gut einbringen“, fassen es Siri Muellers und Adriana Efremova zusammen. Als „ganz neue Gesichter“ kann man die Beiden allerdings nicht bezeichnen. Sowohl die 39-jährige Siri Muellers als auch die 21-jährige Adriana Efremova hatten schon ihre Berührungspunkte mit der Kinder- und Jugendarbeit in der städtischen Einrichtung bevor sie dort „fest“ ins Team kamen.
Siri Muellers ist gelernte Sozial-Pädagogin und Sozial-Arbeiterin mit systemischer Zusatzausbildung. Sie hat zwei Kinder im Alter von fünf und neun Jahren und lebt mit ihrer Familie in Wermelskirchen. „So waren mir die Kinderstadt und auch die Arbeit der Katt natürlich schon bekannt, als ich mich für die freie Stelle interessiert habe“, sagt Siri Muellers, die durch einen Social Media-Beitrag der Stadt auf die Stelle aufmerksam wurde.
Das Interesse für die Arbeit im sozialen Bereich war bei Adriana Efremova bereits in der Schulzeit geweckt – sie absolvierte im Sommer 2022 ihr Jahrespraktikum in der Katt. Das führte dazu, dass sie für die Katt als Honorarkraft arbeitete. Es folgten das Fach-Abitur, dann in 2025 ein Mini-Job in der Katt und jetzt die Vollzeitbeschäftigung. Letzteres allerdings befristet, denn das Ziel des „Katt-Eigengewächses“ ist klar: Soziale Arbeit studieren, sobald die Wartesemester vorbei sind. Siri Muellers lobt diesen Weg ihrer jüngeren Kollegin: „Theorie ist schön und gut, aber Praxis hilft und ist überaus wichtig. Adriana wird im Studium schnell die gedankliche Brücke vom Gelernten zur täglichen Umsetzung schlagen können.“ Adriana Efremova fügt hinzu: „Mir liegt das gut. Ich arbeite gerne mit Kindern und Jugendlichen und helfe ihnen auch gerne – ich mag den Austausch.“
Diesen Austausch erlebt das Team im Kinder- und Jugendbereich in der Kattwinkelschen Fabrik nahezu täglich. Der Kinderbereich hat werktags von 13 bis 18 Uhr geöffnet, der Jugendbereich von dienstags bis freitags je von 14 bis 21 Uhr. Das Geschehen ist dann immer wieder neu, denn wer kommt und wie viele Kinder bzw. Jugendliche es sind, ist bei den Offenen Treffs im Vorfeld nicht planbar. Hinzu kommen Projekte und Aktionen wie die jährliche Kinderstadt in den Sommerschulferien, die Ferienfreizeiten oder Koch- und Töpfer-Nachmittage, wie sie aktuell auf dem Kalender stehen.
Siri Muellers legt den Schwerpunkt ihrer Arbeit im Kinderbereich: „Die Sechs- bis Zwölf-Jährigen sind meine Zielgruppe. Die haben noch das magische Denken der Kindheit, dabei einen gewissen Witz und können dennoch schon verantwortungsvoll sein.“ Ob Kinder- oder Jugendbereich – „ich bin überall gerne“, sagt Adriana Efremova: „Man ist gerne hier. Es ist sehr familiär. Einmal Katt, immer Katt.“
Natürlich wissen Siri Muellers und Adriana Efremova um den Fachkräftemangel im Bereich der sozialen Arbeit. So sind auch im Katt-Team noch Stellen frei. „Arbeitszeiten, wie wir sie haben - am Nachmittag und am Abend - sind nicht für jeden das Richtige, das muss man wollen. Mütter mit jungen Kindern scheiden da leider schon häufig aus. Aber dafür will ja niemand ein gutes Konzept ändern. Um 16 Uhr die Tür zu schließen, ist total sinnfrei.“
Gerade im Kinderbereich sei die Zeit um 16 Uhr die „Primetime“, berichtet Siri Muellers: „Das ist auch klar. Dann hat in den Schulen der offene Ganztag geendet, dann geht’s in die Katt.“
Dabei ist jeder Tag anders, wie Siri Muellers und Adriana Efremova unisono beschreiben: „Mal wollen die Jungen und Mädchen mit Programm ‚bespaßt‘ und Ideen ‚gefüttert‘ werden. Mal möchten sie einfach nur einen Platz, wo sie sein können.“ Darin läge das Unkonventionelle, was einen besonderen Reiz der Arbeit ausmache. „Jeden Tag mit Kindern neu gestalten zu können – das fördert die Kreativität aller“, sagt Adriana Efremova. Siri Muellers ergänzt: „Wir haben den Freiraum, Ideen auszuprobieren und dabei ‚groß‘ zu denken. Wir werden nicht ausgebremst und bremsen uns auch nicht aus.“
Teamgeist und Verständnis füreinander dürften dabei nicht fehlen, sind sich die 39- und 21-Jährige einig: „Trotz aller Ernsthaftigkeit bei der Arbeit gehen wir sehr humorvoll miteinander um, wir können zusammen lachen. Das zeigt, dass wir uns gut verstehen. In so einem Bereich wie der Kinder- und Jugendarbeit muss man sich mögen und pädagogische Ansichten teilen.“
Info Das Team im Katt-Kinder- und Jugendbereich unter der Federführung von Kolja Pfeiffer sucht noch Verstärkung: Eine unbefristete Teilzeit- und eine unbefristete Vollzeitstelle sind für Sozial-Pädagoginnen oder Sozial-Pädagogen bzw. Sozial-Arbeiterinnen oder Sozial-Arbeiter zu besetzen.
Außerdem: Wer einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) absolvieren möchte, ist im Kinder- und Jugendbereich ebenfalls genau richtig. Los kann es dann am 1. September gehen.
Alle Infos und Kontaktdaten zu den Stellen gibt's hier.
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