Eine geführte Radtour durch die wunderschöne Landschaft der Region, Rollator-Training auf dem Wochenmarkt oder Verkehrssicherheit mit einer VR-Brille für Kinder und Jugendliche: Am Mittwoch und Freitag, 16. und 18. September, beteiligt sich die Stadt Wermelskirchen wieder an der Europäischen Mobilitätswoche. Unter dem diesjährigen Motto „Mobilität unter den Generationen“ rückt die Stadt dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kinder- und Jugendlichen, Seniorinnen und Senioren und auch von Familien in den Mittelpunkt.
Die Initiativen werden vom städtischen Mobilitätsmanagement und der Stabsstelle Demografischer Wandel gemeinsam mit der Verkehrswacht Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., dem Haus der Begegnung und dem ADFC Rhein-Berg e.V. umgesetzt. Ziel ist es, Mobilität als Teil der Lebensqualität zu begreifen.
Los geht’s am Mittwoch, 16. September, mit einer geführten Radtour. Um 16 Uhr startet die von der ADFC-Ortsgruppe geführte Tour „Mobil auf zwei Rädern – die Natur im Blick“ an der Evangelischen Kirche in Dabringhausen an der Altenberger Straße 59. Die circa 33 Kilometer lange, wunderschöne Runde verläuft großteils abseits des motorisierten Verkehrs durch das Eifgental, über die Balkantrasse, durch Dhünn, am Damm der Großen Dhünntalsperre vorbei, hinab ins Dhünntal, vorbei an Brunnenhaus sowie Maria in der Aue und zurück nach Dabringhausen. Zur Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.
„Radfahren verbindet aktive Mobilität mit Gesundheitsförderung und sozialem Miteinander. Die Bewegung an der frischen Luft stärkt das Wohlbefinden und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, die Natur und die vielfältige Landschaft rund um Wermelskirchen zu entdecken“, sagt Mobilitätsmanagerin Evelyn Schwanke.
Am zweiten Aktionstag, Freitag, 18. September, liegt der Schwerpunkt auf Sicherheit und Alltagstauglichkeit.
„Sicher mit dem Rollator“ ist ein Kurs für Seniorinnen und Senioren, die sicherer im Umgang mit der Alltagshilfe werden wollen. In der Zeit von 9.30 bis 10.30 Uhr wird das Team vom Haus der Begegnung zusammen mit Jürgen Dahlmann von der Verkehrswacht auf dem Wochenmarkt interessierte Bürgerinnen und Bürger darin unterstützen, ihren Rollator optimal einzusetzen. Denn: Oftmals werden Rollatoren nicht im Fachgeschäft gekauft, wo die Beratung, Anpassung und Einweisung für die jeweilige Nutzung obligatorisch ist, sondern eher privat weitergegeben. Dann ist es eher dem Zufall überlassen, ob die Größe justiert, die Handhabung bekannt ist und eingeübt wurde. „Das kann zu Fehlhaltungen, Verspannungen, aber auch zu vermeidbaren Unfällen führen“, so der Experte der Verkehrswacht, der Bürgerinnen und Bürger bei dem kostenfreien Rollator-Training schult. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
„Mobil mit dem Rollator“ heißt es anschließend bei einem vertiefenden Training von 11 bis 12.30 Uhr im Haus der Begegnung, Schillerstraße 6. Am Rollator werden Einstellungen individuell angepasst, die Bremsen, Reifen und Drehgriffe, so wie der Faltmechanismus geprüft. Geübt werden Techniken im Umgang, Nutzung der Ankipphilfe, Drehungen und Zusammenklappen. Die Sicherheit steht im Vordergrund, aber der Spaß an der neu gewonnenen Mobilität soll auch nicht zu kurz kommen, dabei hilft auch ein vorbereiteter Hütchen-Parcours. Zur besseren Planung bittet das Haus der Begegnung um Anmeldung per Mail an hausderbegegnung@wermelskirchen.de oder telefonisch unter 02196 / 84726.
Auch für Eltern, Kinder und Jugendliche gibt es am Freitag, 18. September, Angebote im Rathaus. Von 15 bis 16 Uhr richtet sich die Aktion „Ich schaff das schon!“ an Eltern und Kinder, um gemeinsam sicher im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Denn: Wie sieht die Straße eigentlich aus, wenn man nur so groß ist wie ein Kita- oder Schulkind? Warum können parkende Autos gefährlich sein? Welche Kleidung macht sichtbarer im Herbst und Winter? Und wer reagiert schneller, wenn’s brenzlig wird: das Kind oder Elternteil? Durch einen Perspektivwechsel auf Kinderebene, Reaktionsübungen und den Einsatz einer VR-Brille wollen die Stadt und die Verkehrswacht erlebbar machen, wie sich Straßenverkehr aus der Sicht kleinerer Kinder darstellt. Außerdem warten ein Schulweg-Quiz mit tollen Preisen und eine spannende Dunkel-Box auf Neugierige, die an dem Nachmittag ausprobieren, mitgestalten und staunen möchten.
Für Jugendliche folgt von 16 bis 17 Uhr der Mitmach-Vortrag „Ready for road!“. Hier steht die Eigenverantwortung im Fokus. Spannend, interaktiv und lebensnah: Wie schnell kann ein kurzer Blick aufs Smartphone gefährlich werden? Wie verändert Alkohol die eigene Reaktionsfähigkeit? Der Mitmach-Vortrag „Sicher unterwegs – Verantwortung im Straßenverkehr“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig Aufmerksamkeit, Verantwortung und ein sicherer Umgang mit Risiken sind. Statt eines klassischen Vortrags erwartet die Jugendlichen ein interaktives Erlebnis mit der Verkehrswacht Rheinisch-Bergischer Kreis: Beim Reaktionsquiz und verschiedenen Mitmachaktionen können sie ihr eigenes Verhalten testen, Alltagssituationen diskutieren und sich spielerisch mit Themen wie Smartphone-Ablenkung, Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen, E-Scooter und Fahrrad sowie Sichtbarkeit im Straßenverkehr auseinandersetzen. Besonders eindrucksvoll sind an dem Nachmittag der Rauschbrillen-Parcours, ein Reaktionstest und der Einsatz einer VR-Brille, mit der Gefahrensituationen hautnah und realitätsnah erlebt werden können.
Den Flyer zu den Wermelskirchener Aktionen zur Europäischen Aktionswoche gibt's zum Download hier.
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