Fahrradroute zwischen Dabringhausen und Wermelskirchen ist jetzt nutzbar

Erstellt von Stephan Singer |

Mit dem Anbringen der Hinweisschilder sind die letzten Arbeiten erledigt: Die Fahrradroute zwischen Dabringhausen und Wermelskirchen kann genutzt werden. Auf rund 700 Metern hat die Stadt dafür einen Forstwirtschaftsweg ertüchtigt - damit ist der insgesamt 1,2 Kilometer lange Weg zwischen dem Wanderparkplatz Neuemühle und Herrlinghausen jetzt auch mit dem Fahrrad befahrbar.

Das schafft eine Radroute, die aus Richtung Dabringhausen kommend von Arnzhäuschen bis Im Rosenacker in Herrlinghausen / Tente auf die Balkantrasse führt, von wo es mit dem Fahrrad weiter in Richtung Innenstadt von Wermelskirchen oder nach Hilgen geht. Entsprechende Hinweisschilder weisen die Route aus.

Wegeschotter mit unterschiedlicher Körnung ist in den vergangenen Wochen aufgebracht worden, um den Weg mit dem Fahrrad befahrbar zu machen: 200 Tonnen mit gröberer Körnung für den Untergrund, 150 Tonnen Wegeschotter mit feinerer Körnung für die Oberfläche. Vorbereitend waren zuvor Grünpflege-Arbeiten nötig: In den Weg ragender Bewuchs wurde gestutzt, Baumkronen gelichtet und einige wenige abgängige Bäume zur Verkehrssicherung gefällt.

Mit der neuen Radanbindung kommt die Stadt dem Wunsch nach, mit dem Fahrrad von Dabringhausen zur Balkantrasse zu gelangen, ohne ausschließlich über Kreis- und Landstraßen radeln zu müssen. „Über die jetzt angelegte Route freuen sich ganz viele Leute“, sagt Lutz Betke stellvertretend für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und das Team Dabringhausen, die sich für eine Fahrradstrecke zwischen Dabringhausen und Wermelskirchen stark gemacht hatten: „Die Route wird sicherlich viel genutzt werden.“ Dass die Strecke auch Steigungen beinhaltet, bewertet Lutz Betke als typisch bergisch: „So eine neue Strecke muss man sich auf dem Fahrrad eben auch erarbeiten und einüben – das wissen die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer aber.“

Und der Technische Beigeordnete der Stadt, Hartwig Schüngel, sowie Tiefbauamtsleiter Harald Drescher ergänzen: „Die Strecke ist anspruchsvoll und eher nicht für Kinderwagen oder Rollstühle geeignet, aber sie ist eine befahrbare Strecke für Fahrräder. Damit bieten wir ein zusätzliches Angebot, um den Bedürfnissen der Radfahrerinnen und Radfahrer entgegenzukommen.“

Weil sich der Wirtschaftsweg auf städtischem Grund befindet, konnte die Route aufgewertet und so ein mit Fahrrädern nutzbarer Querschlag durch den Wald geschaffen werden. Einen Teil der Arbeiten leistete der Städtische Betriebshof. Arbeiten, für die spezielle Maschinen und Kapazitäten nötig waren, beauftragte die Stadt an externe Fachfirmen. Kosten für das Projekt: rund 16.000 Euro.

„Durch Feuchtigkeit wird sich der aufgebrachte Wegeschotter mehr und mehr setzen und ‚verbacken‘. Einige Bereiche müssen bestimmt noch nachgearbeitet werden, aber das ist bei so einem Weg ganz normal. Genauso ist klar, dass wir den Zustand des Weges regelmäßig überprüfen werden“, sagt Tiefbauamtsleiter Harald Drescher.

Info Die Route von Dabringhausen kommend: Bis Arnzhäuschen können Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer auf dem bestehenden Radweg neben der L101 fahren. Von Arnzhäuschen geht es über eine Anliegerstraße am Wasserwerk vorbei bis zur Straußenfarm nach Emminghausen, dort ein Stück weiter über die K15 zum Wanderparkplatz Neuemühle. Hier beginnt der aufgewertete Wirtschaftsweg durch das Waldgebiet, der bis nach Herrlinghausen und auf die Balkantrasse führt.

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Lutz Betke, Hartwig Schüngel und Harald Drescher auf dem aufgewerteten Wirtschaftsweg
Gemeinsam mit Lutz Betke (l.) vom „Team Dabringhausen“ haben der Technische Beigeordnete Hartwig Schüngel (M.) und Tiefbauamtsleiter Harald Drescher den aufgewerteten Wirtschaftsweg in Augenschein genommen. Fotos: Stadt Wermelskirchen / Stephan Singer
Anbringen der neuen Hinweisschilder
Mit dem Anbringen der Hinweisschilder konnten die Arbeiten für die Schaffung der Fahrradroute zwischen Dabringhausen und Herrlinghausen abgeschlossen werden (v.l.): Stefan Schablewski und Verena Schneider vom Betriebshof-Team sowie Tiefbauamtsleiter Harald Drescher und der Technische Beigeordnete Hartwig Schüngel.