Die Feuerwehr Wermelskirchen ist mit Blick auf den Waldbrandgefahrenindex und den Graslandfeuerindex in erhöhter Alarmbereitschaft. Denn: Wegen der anhaltenden Trockenheit und den zu erwartenden Temperaturen vor allem am Mittwoch und Donnerstag, 29. Und 30. Juli, wird Stufe vier von fünf erreicht.
Vor allem die abgeernteten Strohfelder können nun schnell Feuer fangen, weil der Boden sehr trocken ist. Deshalb der dringende Appell der Feuerwehr, in den kommenden Tagen äußerst umsichtig bei Spaziergängen in der Natur zu sein. „Über 90 Prozent der Wald- oder Flächenbrände werden durch das Verhalten der Menschen ausgelöst“, sagt Ingo Mueller, stellvertretender Feuerwehrchef. Beispielsweise durch Zigarettenkippen, die achtlos aus dem Autofenster oder an den Wegesrand geworfen werden und die bei der Trockenheit leicht einen Brand auslösen können. Auch Autos, die auf trockenem Gras geparkt werden, können Feuer auslösen.
Die Polizei weist auf die Regelungen bezüglich der Waldgefährdung durch Feuer im Landesforstgesetz hin:
- Im Wald darf in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober nicht geraucht werden.
- Im Wald oder in einem Abstand von weniger als einhundert Meter vom Waldrand ist außerhalb einer von der Forstbehörde genehmigten und gekennzeichneten Anlage das Anzünden eines Feuers oder eines Grills nicht zulässig. Auch leichtentzündliche Stoffen dürfen nicht gelagert werden.
Die Feuerwehr weist außerdem darauf hin, dass die Zufahrten in die Wälder unbedingt frei bleiben müssen, damit die Löschfahrzeuge im Notfall durchkommen und das Feuer gelöscht werden kann.
Wichtig: „Beim kleinsten Verdacht auf einen Brand sofort die 112 anrufen. Bei dieser Trockenheit breitet sich ein Feuer rasend schnell aus, da zählt jede Minute“, so der Appell von Ingo Mueller.
Und: Unbedingt Standort des Feuers merken, um die Feuerwehr schnell an die richtige Stelle lotsen zu können. Es hilft der Leitstelle bereits, wenn die Richtung angegeben wird, von welchem Parkplatz aus das Feuer erreicht werden kann oder an welcher Straße ein Flächenbrand bemerkt wurde. Nach Möglichkeit vor Ort bleiben, um die ersten Einsatzkräften einweisen, damit bei der Suche nach der Brandstelle nicht wertvolle Zeit verloren geht.
Übrigens: Die Feuerwehr benutzt Pylonen, um den Weg für nachrückende Einsatzkräfte auszuweisen. Diese „Verkehrsleitkegel“ werden so in den Wald gelegt, dass die Spitze den Weg zum Brandort zeigt. Die Pylonen also bitte nicht wieder aufstellen, heißt es von der Feuerwehr.
Da in den kommenden Tagen wieder Temperaturen bis an die 30 Grad erwartet werden, bittet die Feuerwehr Wermelskirchen um extreme Vorsicht und Umsicht in der Natur. „Wiesen und Wälder sind so trocken, dass bereits ein Funke ausreichen würde, damit ganze Fläche und auch ein Waldgebiet Feuer fangen können“, warnt der Feuerwehr-Vize.
Im Verdachtsfall sofort die 112 anrufen!
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