Ein Glas Wasser aus dem Hahn, die Dusche am Morgen oder eine gefüllte Gießkanne für die Blumen: Wasser gehört ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn hinter dem scheinbar unbegrenzten Nass aus dem Wasserhahn steckt eine wertvolle Ressource, mit der immer bewusster umgegangen werden sollte.
Deshalb steht das Thema „Wasser“ in der dritten Woche der gemeinsamen Nachhaltigkeitswochen der Städte Wermelskirchen, Burscheid und Leichlingen sowie der VHS Bergisch Land vom 28. September bis 4. Oktober im Mittelpunkt.
Denn der Klimawandel verändert auch unseren natürlichen Wasserkreislauf. Längere Trockenperioden können dazu führen, dass weniger Grundwasser neu gebildet wird und die Pegel von Trinkwassertalsperren sinken. Wälder, Parks und Gärten leiden unter anhaltender Trockenheit. Gleichzeitig nehmen Starkregenereignisse zu: Innerhalb kurzer Zeit fällt sehr viel Wasser, das aber durch die trockenen Böden im Sommer und die hohe Geschwindigkeit des Abflusses zum Großteil nicht versickern, weshalb diese Ereignisse das Grundwasser nicht auffüllen.
Für die Wasserversorgung bedeutet das neue Herausforderungen. Wasser muss zunehmend flexibel gewonnen und gespeichert werden. Und auch im Alltag kommt es darauf an, bewusst und verantwortungsvoll mit der wertvollen Ressource umzugehen.
Eine zentrale Rolle in der Region spielt dabei die Große Dhünntalsperre, die wichtigste Trinkwasserquelle im Rheinisch-Bergischen Kreis. Der Wupperverband und die regionalen Wasserversorger arbeiten daran, die Trinkwasserversorgung auch unter veränderten klimatischen Bedingungen langfristig zu sichern. Wie das funktioniert, können Interessierte bei einer Führung am Donnerstag, 1. Oktober, von 16.30 bis 18.30 Uhr erleben. Dabei geht es auch hinter die Kulissen der zweitgrößten Trinkwassertalsperre Deutschlands.
An der Führung können Erwachsene sowie Kinder ab zwölf Jahren in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Anmeldungen sind online hier möglich.
Nachhaltiger Umgang mit Wasser beginnt aber nicht erst an der Talsperre. Auch im Alltag gibt es viele Möglichkeiten, auf die Ressource zu achten. Leitungswasser ist beispielsweise eine nachhaltige und kostengünstige Alternative zu abgefülltem Wasser.
Neben dem Wasserhahn zuhause gibt es in Wermelskirchen in den frostfreien Monaten die Möglichkeit, an den öffentlichen Trinkbrunnen vor dem Rathaus, im Dorfpark in Dabringhausen und auf dem Dorfplatz in Dhünn kostenlos Wasser in eine mitgebrachte Trinkflasche zu füllen. Zusätzlich gibt es sogenannte Refill-Stationen im Stadtgebiet.
Aber auch Regenwasser lässt sich sinnvoll nutzen: Regentonnen und Zisternen speichern Wasser für die Gartenbewässerung. Entsiegelte und bepflanzte Flächen sorgen dafür, dass Regenwasser besser versickern kann. Das spart nicht nur Trinkwasser, sondern kann bei Starkregen auch die Kanalisation entlasten und die natürliche Grundwasserneubildung unterstützen.
Das vollständige Programm der Nachhaltigkeitswochen und weitere Informationen gibt es unter www.wermelskirchen.de/nachhaltigkeit auf der Website der Stadt Wermelskirchen.