Von Wermelskirchen nach New York: Sechs „MegaCities“ reisen um die Welt

Erstellt von Kathrin Kellermann |

Was in einem Atelier in Wermelskirchen entstanden ist, macht sich nun auf den Weg nach Manhattan: Ab dem 30. September werden sechs Werke von Michael Dangel bei der “New York, I love you”-Ausstellung in der Agora Gallery in New York präsentiert. 

Manchmal beginnt eine große Reise ganz unspektakulär. Zum Beispiel an einem Arbeitstisch in einem Atelier in Wermelskirchen. Dort sind in den vergangenen Jahren die „MegaCities“ von Michael Dangel entstanden. Jetzt geht’s für sechs dieser Werke in die Welt: Vom 30. September bis 6. Oktober werden die Werke des Wermelskirchener Künstlers in New York ausgestellt. 

Zu dieser besonderen Geschichte gratulierte Bürgermeister Bernd Hibst beim „Tag der Kultur“ der Kulturgemeinde Wermelskirchen. „Von Wermelskirchen nach New York – das ist doch mal eine Reise, die sich sehen lassen kann“, sagte Bernd Hibst und machte damit auf eine Erfolgsgeschichte aufmerksam, die Michael Dangel selbst eher bescheiden behandelt. Denn als Vorsitzender des Kunstvereins versteht er sich vor allem als Sprachrohr für den Verein und stellt seine eigenen künstlerischen Aktivitäten weniger in den Mittelpunkt. 

Dabei haben seine „MegaCities“ durchaus einiges zu erzählen: Seit rund drei Jahren beschäftigt sich Michael Dangel mit dem Thema Großstadt. In großformatigen Linol- und Holzschnitten reduziert er urbane Räume auf ihre grafischen Grundelemente. Gebäude, Straßen, Verkehrswege und städtische Strukturen werden zu einem Geflecht aus Linien, Flächen und Verdichtungen. Dabei geht es ihm nicht darum, eine bestimmte Stadt möglichst realistisch abzubilden. Vielmehr geht’s ihm um die Frage, wie eine Großstadt als reine grafische Struktur sichtbar werden kann. 

Mit diesem Thema passte seine Werkgruppe perfekt zum Wettbewerb „Metropolitan Melodies“ der „New York Art Competitions“. Im vergangenen Jahr wurde der Wermelskirchener Künstler dazu eingeladen, für den Wettbewerb Arbeiten einzureichen. Und Michael dangel überzeugte die Jury: Er wurde als einer von drei Preisträgern mit einem Digital Award ausgezeichnet. 

Die Auszeichnung eröffnet seinen „MegaCities“ nun eine ganz besondere Bühne. Die ursprünglich von Hand gedruckten Linol- und Holzschnitte werden in New York als Projektionen präsentiert. Traditionelle Druckgrafik trifft damit auf digitale Präsentation. Eine Verbindung, die für Michael Dangel einen besonderen Reiz hat und zugleich einen wichtigen Bestandteil seiner grafischen Arbeit widerspiegelt. 
Sechs Werke werden nun im Rahmen von „New York, I Love You“ in der Agora Gallery in Manhattan vom 30. September bis 6. Oktober zu sehen sein. Mehr Infos dazu hier. Und so geht es für die „MegaCities“ aus einem Wermelskirchener Atelier hinaus in den „Big Apple“. 

Beim „Tag der Kultur“ gratulierten neben Bürgermeister Bernd Hibst auch Innenminister Herbert Reul und Kulturministerin Ina Brandes dem Künstler zum Digital Award und zur der besonderen Ausstelllung seiner Werke in Amerika. 
Für Wermelskirchen ist die Geschichte mehr als nur eine schöne Nachricht aus der Kunstwelt: Sie zeigt, welches kreative Potenzial in der Stadt steckt und wie weit die Wege reichen können, die hier ihren Anfang nehmen. 

An dieser Stelle von uns: Herzlichen Glückwunsch, lieber Michael Dangel! Viel Erfolg für die Ausstellung und ganz viel Freude mit diesem besonderen internationalen Auftritt!

 

 

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Michael Dangel in seinem Wermelskirchener Atelier, in dem auch die Werke entstanden sind, die demnächst in New York ausgestellt werden. Fotos: Stadt Wermelskirchen / Kathrin Kellermann
An der Wand im Atelier hängen Werk, von denen einige in Manhattan als Projektionen gezeigt werden.
Gratulationen gab es beim "Tag der Kultur" der Kulturgemeinde für Michael Dangel (Foto vorne) von Adrian Kunitz (Vorsitzender Kult in WK), Stefan Leßenich (Vorsitzender Kulturgemeinde), Innenminister Herbert Reul, Kulturministerin Ina Brandes, Dr. Jürgen Rembold (Rembold Stiftung) und Bürgermeister Bernd Hibst (Foto von links). Foto: Stadt wermelskirchen / Kathrin Kellermann