Rund 200 Kilometer mit dem Fahrrad durch das Bergische Land und dabei immer ein wichtiges Thema im Gepäck: die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Die „Tour Demenz“ des Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz Bergisches Land machte in dieser Woche auch in Wermelskirchen Halt. Am Haus der Begegnung wurden die Radfahrerinnen und Radfahrer bei Kaffee, kalten Getränken und Waffeln der Diakonie herzlich empfangen.
Mit dabei waren neben dem Team vom Haus der Begegnung auch der stellvertretende Bürgermeister Norbert Galonska, Quartiersmanagerin Simona Sieglar sowie Vertreterinnen und Vertreter der Diakonie. „Fast zwei Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Demenz. Damit wächst auch die Zahl von Familien, Freunden und Nachbarn, die mit der Krankheit umgehen müssen. Damit ist Demenz kein Randthema mehr“, sagte Norbert Galonska. Zugleich betonte er: „Eine Demenzerkrankung ist nicht das Ende von Lebensfreude und gesellschaftlicher Teilhabe. Doch für uns alle gilt, respektvoll, offen und geduldig mit den Betroffenen umzugehen.“
Zum sechsten Mal in Folge führte die sportive Radtour an zwei Tagen quer durch die Region. Unterwegs besuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einrichtungen, Beratungsstellen und weitere Anlaufstellen rund um das Thema Demenz. Ziel der Tour ist es, für die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu sensibilisieren, den Austausch zu fördern und bestehende Angebote und Netzwerke sichtbar zu machen.
Das Jahresthema lautet in diesem Jahr „Krisenresilienz stärken“. Gerade für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen können Veränderungen und Krisensituationen besondere Herausforderungen mit sich bringen. Verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, gute Beratungsangebote und funktionierende Netzwerke können dabei wichtige Unterstützung bieten.
Die Tour Demenz möchte deshalb auch ein Zeichen für eine Gesellschaft setzen, in der Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen selbstverständlich dazugehören und Unterstützung finden.
Wie wichtig Begegnung und gemeinsames Erleben sind, zeigt auch die nächste Veranstaltung der Fachstelle „Älter werden“ in Kooperation mit dem Arbeitskreis ReVivio: Am Dienstag, 29. September, findet um 15 Uhr im Bürgerzentrum, Telegrafenstraße 29-33, der „Tanzball im Herbst für Menschen mit und ohne Demenz“ statt.
Bei Musik, Tanz und Begegnung sind Menschen mit und ohne Demenz herzlich willkommen. Der Eintritt inklusive Begrüßungssekt ist frei. Platzreservierungen nimmt das Team des Hauses der Begegnung telefonisch unter 02196 / 84726 oder per E-Mail an HausderBegegnung@wermelskirchen.de entgegen.
Ein weiterer spannender Termin rund um das Thema Demenz steht bereits am Donnerstag, 24. September, um 18 Uhr auf dem Programm. Im Film-Eck, Telegrafenstraße 1, wird der Dokumentarfilm „Human Forever“ gezeigt. Der Film setzt sich mit der Frage auseinander, was Menschen mit Demenz brauchen: Respekt, Zugehörigkeit und die Möglichkeit, Mensch zu bleiben.
Der Eintritt ist frei, eine spontane Teilnahme möglich. Anmeldungen nimmt Birgit Stippe von der Tagespflege Carpe Diem unter Telefon 02196 / 7214533 entgegen.